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Abwanderung erstmals gebrochen

Schon im zweiten Jahr in Folge hat die Stadt Gera einen positiven Wanderungssaldo. Nach dem städtischen Melderegister haben im vergangenen Jahr 312 Einwohner mehr ihren Hauptwohnsitz in Gera an- als abgemeldet. Damit wäre die Abwanderung aus der Stadt Gera seit 1989 erstmals gebrochen. Bereits seit 2009 wächst die Zahl von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahre stetig. Die Gruppe der Zehn- bis unter Sechzehnjährigen hat dabei den größten Anteil.

Auch in der Stadt entschließen sich wieder mehr Paare für Kinder, und das besonders in der Innenstadt und im Ostviertel. Dort ist die größte Geburtenhäufigkeit zu verzeichnen. Ein großer Vorteil ist, dass Gera bei der Ausstattung mit Kinderbetreuungsplätzen einen Spitzenwert in Deutschland einnimmt. Schon heute können alle Eltern, die dies wünschen, ihr Kind ab einem Alter von einem Jahr in einer der Einrichtungen unterbringen. So konnte Gera im Jahr 2012 genau 700 Geburten von Kindern verzeichnen. Das Vorjahresniveau blieb damit ungefähr bestehen. Das Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt liegt in Gera bei 28,7 Jahren und damit unter dem Durchschnitt Deutschlands und niedriger als im Vorjahr.

Diese erfreulichen Entwicklungen reichen jedoch noch nicht aus, um die langjährigen Nachwirkungen aus den frühen 1990er Jahren auszugleichen. Damals waren viele junge, gut ausgebildete Leute und viele Familien mit Kindern abgewandert. Einwohner, die damals am Ende ihres erwerbsfähigen Alters standen, blieben überwiegend in Gera. Dieser anteilige Überhang wird die demografische Situation der Stadt noch einige Jahre prägen. Nur deshalb verlor Gera im Jahr 2012 weitere 487 Einwohner mit Hauptwohnsitz. Jedoch ist dieser Rückgang nur halb so groß, wie noch vor fünf Jahren und mit weniger als 0,5 Prozent auch der niedrigste seit 1989. Wenn diese Tendenz anhält, hat Gera sehr gute Chancen, dass die Stadtgröße im Jahr 2020 nicht unter die Zahl von 90.000 Hauptwohnsitzen sinkt.

Am 31. Dezember 2012 enthielt das städtische Melderegister 95.821 Bürger mit Hauptwohnsitz. Hinzu kommen 5.342 Nebenwohnsitze.

Bei der Auswahl der Wohnung gibt es seit einigen Jahren in allen Altersgruppen, auch bei Familien, eine klare Präferenz innerstädtischer Lagen mit gutem Wohnumfeld und kurzen Wegen zu Freizeit-; Bildungs- und Versorgungseinrichtungen.

Der Altersdurchschnitt der Geraer hat sich im Jahr 2012 weiter erhöht. Er liegt jetzt bei über 47 Jahren.

Auch in Gera lassen sich die Feststellungen des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2012 bestätigen, wonach der Zuzug ausländischer Bürger zugenommen hat, so wuchs dieser im Jahr 2012 von 1,5 auf mehr als 1,7 Prozent an.

Die Grundsteine für einen nachhaltigen Generationenwechsel und das Wachstum dafür entscheidender jüngerer Bevölkerungsgruppen sind auch in der Stadt Gera gelegt. Nach außen sichtbar wird das jedoch erst, wenn der so genannte Sterbeüberhang ausgeglichen ist. So wären zum Stichtag 31. Dezember 2012 weniger als 400 weitere Personen durch Zuzüge oder Geburten erforderlich gewesen, um die Einwohnerzahl zu stabilisieren. Unerreichbar erscheint das nicht. Ein Jahr zuvor lag dieses Defizit noch bei cirka 600 Personen.

( Gera (NG), 24.01.2013 )

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