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Mit Blick aus dem Fenster

Ich habe mich in Gera sehr wohlgefühlt. Die schönen alten Häuser und Fabrikanten-Villen, die netten und verständnisvollen Menschen. Das alles hat mir sehr gut gefallen“, sagte die sympathische japanische Künstlerin Akana Kimbara mit ihrem liebenswürdigen Lächeln am Ende ihres Gastaufenthaltes als „Artist in Residence“. Vor vier Monaten, als sie ankam sei sie die ersten zwei Monate schon etwas einsam gewesen, doch dann habe sie viele Freunde gefunden, Künstler und Kollegen kennengelernt. „Und jetzt fällt mir der Abschied gar nicht so leicht“, bekannte sie. 
Akana Kimbara, die bereits zehn Jahre in Deutschland, meist in Hamburg und Berlin, lebt, wurde von 63 Bewerbern für das von der Stadt ausgeschriebene und von der Geraer Bank eG gesponserte Künstlerförderstipendium „Artist in Residence“ von der Jury ausgewählt. Ihre Zeichnungen seien reduziert und ausdrucksstark und überzeugten mit philosophischer Tiefe, hieß es in der Begründung. Sie war die erste Künstlerin, die ein kleines Appartement und Atelier im Nebengebäude der ehemaligen Landeszentralbank beziehen durfte. Die Japanerin hat sich jedoch nicht nur dort wohlgefühlt, sondern sie hat die gesamte Atmosphäre der Umgebung genutzt, um sie auch künstlerisch auszudrücken. Der Blick aus dem Fenster auf die Fassade des gigantischen Komplexes mit dem schwarzen Tresorgebäude ließ sie nicht mehr los. Es entstanden feine Zeichnungen, aber auch eine große Menge an Videomaterial, das sie mit nach Berlin nimmt, um es zu künstlerischen Videoproduktionen zu verarbeiten. Daher war sie dankbar, dass sie ihren Aufenthalt noch etwas verlängern konnte, um ganz bestimmte Situationen an der Häuserwand festzuhalten und zu verarbeiten. „Ich werde wahrscheinlich die einzige Künstlerin bleiben, die in diesem Anbau wohnen darf, denn das Gebäude soll ja verkauft werden“, überlegte sie. Umso mehr dankte sie allen, die ihr das großartige Erlebnis ermöglichten.
Beeindruckt von den Arbeiten zeigt sich auch der Vorsand der Geraer Bank Hendrik Ziegenbein. Die Geraer Bank will auch weiterhin das Künstlerförderprogramm unterstützen, denn es bereichere ja auch das Kunstleben der Stadt. „Gera ist überschaubar und trotzdem bietet die Stadt viele Möglichkeiten“, lobte die Künstlerin noch einmal. Sie freue sich jetzt auf die Ausstellung im nächsten Jahr. Zur Vorbereitung wird sie wieder in Gera weilen, worauf sich Gastgeber und Gast schon jetzt freuen. Die Ausstellung mit Zeichnungen und Videoinstallationen ist für die Zeit vom 11. April bis 20. Mai 2013 im Mittelpavillon der Orangerie geplant.

( Helga Schubert, 23.11.2012 )

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