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Sebastian Küfner freut sich nun auf den Ironman Hawaii

Für Ausdauer- oder Extremsportler hat jedes Wettkampfjahr psychologisch geplant so seinen Höhepunkt. Für den 25-jährigen Sebastian Küfner kommt nach seinem Titelgewinn bei der Triathlon-Europameisterschaft über die Langdistanz nun Mitte Oktober ein weiterer hinzu. In Frankfurt/Main stand mit dem Sieg in seiner Altersklasse 25-29 und Gesamtrang 18 nämlich auch die heiß ersehnte Qualifikation für den „Ironman“ auf Hawaii fest! Zum Empfang bei der Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn stellte er genau diesen Zusammenhang in persönlichen Schilderungen zu seinen Erlebnissen unter über 2.000 Startern in Hessen heraus: Er wäre auch ohne EM oder WM dort gestartet, weil er so Selbstbestätigung für Leistungen sucht und das Flair genießt. Frankfurt war das erhoffte, gigantische Erlebnis. Schon (zu) früh morgens verpassten Erwartungen ihm einen extremen Adrenalinschub, beschrieb er den Triumphtag kurz danach auf seiner Homepage www.sebastian-kuefner.de. 
Und mit Abstand?: Der gebürtige Geraer hatte das ähnlich schon einmal 2010 geschafft. Dazwischen liegt aber die Zeit des Studienabschlusses und Übergangs zum Doktoranden im Fachgebiet Theoretische Festkörperphysik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Bis Februar 2015 hat er Vertrag. Zielgerichteter Saisonaufbau gewinnt für ihn an Bedeutung. Ausnahme - die eher unverhoffte Traumwoche auf der südländischen Insel. „Hawaii ist und bleibt eine Legende.“
Der Mann vom Triathlon Gera e.V. stieg 2012 erst in Moritzburg über die Mitteldistanz richtig in die Saison ein. Mit einem Sieg. An einem „Toptag“ wäre ein Ironman unter neun Stunden zu schaffen, so die Ausgangsposition für die Hessen-(Tor)Tour. „Küfi“ machte es wahr. Vor den Augen der Familie holte er den Rückstand vom nicht optimalen 3,8-Kilometer-Schwimmen jenseits der optimalen Linie (52:36 Minuten/Achter der Altersklasse) mit einem starken 180-Kilometer-Ritt auf dem Rennrad (4 Stunden 43:24 Minuten) entscheidend auf. „Wohlfühltempo, damit du einen schnellen Marathon hinlegen kannst“, hatte sein Trainer Enrico Knobloch dafür verlangt. Aber das sei ein Dialog mit sich selbst, schätzt der zurückhaltend wirkende Athlet ein. Mentale Strategien bestimmen den Ausgang dieser Abenteuer für die Sportler auf der Langstrecke, die nach seiner Ansicht  mehr Individualisten seien. Der Ostthüringer setzte quasi vom Publikum getragen einen Lauf in drei Stunden 12:50 Minuten drauf. Im Ziel am Römer durfte er nach acht Stunden 53:20 Minuten gar über den EM-Titel jubeln.
Nun wird sich Sebastian Küfner vor allem mit Mountainbike-Rennen fit halten. Er denkt über Starts zur Trans Schwarzwald, beim Erzgebirgs- und Arnstädter Bike-Marathon bzw. einen Mitteldistanz-Triathlon Ende August oder Anfang September nach. 
Vor der WM auf Hawaii selbst habe er mehr Vorfreude als Respekt. Denn mit den Erfahrungen von 2010 meint er: Da war es zwar heiß und bestand hohe Luftfeuchtigkeit. Aber mit so extremen Bedingungen komme er gut zurecht. Unter vergleichbaren Umständen glaubt er, die Neun-Stunden-Grenze erneut bezwingen zu können. Dann sähe man sich im Herbst wieder im Rathaus, bestärkte ihn Dr. Hahn in seinen Zielen und übergab mit einem Gero und Glückwunschschreiben noch die Einladung zum Sportlerball 2013. 

( Thomas Triemner, 02.08.2012 )

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