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Eine Schau geht unter die Haut

Es gibt Samthaut, Pfirsichhaut, Lederhaut, Orangenhaut, man sagt: Das geht auf keine Kuhhaut, man trägt die Haut zu Markte oder es geht etwas unter die Haut; es sitzt wie eine zweite Haut. Das Wort Haut wird kaum wie ein anderes Körperorgan auf die vielfältigste Weise als Synonym verwendet. Wie sehen nun aber Künstler die Haut und welchen Stellenwert nimmt sie in ihrem Empfinden ein? Der Verein Kunstzone M1 hat sich diesem Thema gewidmet und mit Kunstverbänden und Künstlern aus Thüringen, Sachsen und Bayern Verbindung aufgenommen. 30 Künstler der unterschiedlichsten Genres sind dem Ruf gefolgt, und so kann bis zum 9. September die Vielfalt der unterschiedlichen Positionen in der Produzentengalerie am Mohrenplatz bewundert werden. Aus Gera kommen sieben Teilnehmer mit den verschiedenartigsten Handschriften
„Wir waren selbst überrascht“, gestanden die Organisatoren Sven Schmidt und Winfried Wunderlich, die beide selbst  mit Arbeiten vertreten sind. „Die Ausstellung hat ein ganz anderes Bild und eine andere Dynamik bekommen“, sagte Sven Schmidt. Winfried Wunderlich sieht sehr viel Sinnlichkeit in den Arbeiten. Wobei nicht nur die menschliche Haut im Blickfeld der Künstler liegt, sondern das Thema wird in einer breiten Palette von der Malerei, über die Bildhauerei, Plastik und Objektgestaltung bis hin zur Fotografie dargestellt. Prof. Klaus Nerlich zum Beispiel ist mit Schwarz-Weiß-Fotografie vertreten und zeigt Wirsingblätter mit ihrer skurril aussehenden von dicken Adern durchzogenen Oberfläche. Andere Kunstwerke, wie verschiedene Skulpturen, können angefasst werden, um die verschiedenen Häute zu erfahren. 
Mit Gruppenausstellung hat der Verein eine gute Erfahrung gemacht. Sven Schmidt erinnerte an die Themen „Jazz“ im Jahr 2010 und „gedixt“ im vergangenen Jahr. Winfried Wunderlich nutzte die Gelegenheit zur Eröffnung der Ausstellung, auch auf das Kunstfest, das demnächst im Kunstareal Osterstein stattfindet, hinzuweisen. Das weitere Schicksal des gesamten Areals sei ungewiss, deutete er auf die Verkaufsabsichten der Stadt hin. Er hoffe, dass nicht planlos gehandelt werde. Bedanken konnte er sich bei dem SRH Wald-Klinikum, das seit zwei Jahren den Verein unterstützt und auch für die weitere Arbeit eine Spende von 500 Euro durch Chefapothekerin Dr. Manuela Pertsch erhalten hat.
(Geöffnet ist die Galerie dienstags bis sonntags von 12 bis 18 Uhr.)


( Von Helga Schubert, 02.08.2012 )

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