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Ein kompletter Medaillensatz

Eine wohl angenehme Aufgabe fiel Geras Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm wenige Tage vor seinem Ausscheiden aus dem Amt zu. So empfing er in Anwesenheit von Hans-Jürgen Günther, Präsident des Thüringer Schwimmverbandes e.V. und Andreas Lauterbach, Präsident des Stadtsportbundes e.V., in seinem Amtszimmer die frischgebackene Maters Weltmeisterin Severine Volkhammer.
Bei den 14. FINA-Masters-Weltmeisterschaften vom 3. bis 17. Juni im italienischen Riccione, der größten Masters-WM aller Zeiten mit 12.500 Startern mit hochkarätiger Konkurrenz, erkämpfte sie sich mit Gold, Silber und Bronze einen kompletten Medaillensatz.
Einen ersten Achtungserfolg gab es für die Geraer Schwimmerin schon über 50m Schmetterling, wo sie sich in 29,73 Sekunden WM-Silber sicherte. „Damit hatte ich nun gar nicht gerechnet. Das Gute war, jetzt war der Druck von mir gewichen“, erzählt die 31jährige. Über die 200-Meter-Distanz legte sie dann noch einmal kräftig zu und konnte sich nach einer 01:07,01 Minuten als Weltmeisterin feiern lassen. Bronze gab es dann für die vierfache Europameisterin und Zweitplatzierte bei Europäischen Titelkämpfen von 2011 in Jalta über 200 Meter in 02:32,54 Minuten. „Eigentlich wollte ich über die 200-Meter-Distanz nicht starten, hatte mich dann doch entschieden, mit einer Medaille aber nicht gerechnet, war ich doch als Achtschnellste gemeldet. Weil die Medaille hier am unverhofftesten kam, ist sie für mich fast die Schönste“, erzählt sie. Ihr liegen mehr die Kurzstrecken, bleiben ihr doch täglich nicht mehr als eine Dreiviertelstunde Training, mehr sei nicht drin, lässt ihr Tagesablauf nicht zu. 
Entdeckt wurde sie 1987 als Erstklässlerin von Hans-Jürgen Günther. „Er kam in unsere Klasse und hat gesagt: du bist groß, du bis groß . . ., ihr kommt zum Schwimmen“, erinnert sich Volkhammer. Günther kommt dabei ins schmunzeln. Recht hat er gehabt. Bis 2000 schwamm sie aktiv beim SV Gera, legte dann eine Pause ein, widmete sich dem Studium der Sportökonomie und Sohn Leon. Gemeinsam mit ihrem Mann Kay begann sie vor drei Jahren wieder mit dem Training. Neben dem Schwimmen im Hofwiesenbad, absolviert sie regelmäßig ein Kraft- und Fitnessprogramm. „Ich versuche Familie, Beruf und Sport unter einen Hut zu bringen. Bisher gelungen ist mir es wohl auch deshalb, weil ich heute intensiver und bewusster trainiere“, verrät sie, wobei sie viel Unterstützung durch Eltern und Großeltern erhält. 

( Reinhard Schulze, 28.06.2012 )

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