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Nachwuchspreise können Filmtüren öffnen

Gleich dreimal hieß es für Florian Arndt von der Filmfabrik Mühlhausen: auf die Bühne. Für seine Produktion „Testfahrer“ erhielt er den 1. Preis des Deutschen Jugendvideopreisen in seiner Altersgruppe, einen Sonderpreis sowie gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Arvid Neid den von der Stadt Gera gestifteten  Publikumspreis. Die Preisverleihung im Konzertsaal des Theaters war der krönende Abschluss des dreitägigen Bundesfestivals Video, das zum zweiten Mal in Gera ausgetragen wurde und sein 25. Jubiläum feierte. Zum 15. Mal war der Wettbewerb Video der Generationen integriert. Insgesamt wurden 31 Preise vergeben, Geraer waren leider nicht dabei, dafür zwei aus Thüringen. Zu Florian Arndt gesellte sich noch  Maria Rutschke aus Weimar, die den 2. Preis der Altersgruppe D beim Deutschen Jugendvideopreis für ihren Film „Stimme X/Y“ erhielt. Doch schon das Dabeisein und Mitmachen sei lohnenswert und eine Auszeichnung, tröstete Christian Exner vom Kinder- und Jugendfilmzentrum in Deutschland (KJF) und Festivalleiter, diejenigen, die keinen Preis erhalten haben.

Wenn es auch aus unserer Region keinen Preisträger gab, so war Gera doch eine gute Gastgeberstadt. Das bestätigten die Veranstalter erneut während der Preisverleihung. „Die Stadt hat uns ideale Rahmenbedingungen geboten“, versicherte Christian Exner. Man merkt, dass hier der Goldene Spatz zu Hause ist und seit vielen Jahren das Kindermedienland mit prägt, ebenso wie der Offene Kanal“. Sein Dankeschöne galt deswegen nicht nur der Stadt Gera und dem Land Thüringen, sondern auch der Kinder-Medienstiftung und seiner Festivalleiterin Margret Albers, dem Offenen Kanal mit Mirko Pohl und auch der Thüringer Landesmedienanstalt. Mit ihnen habe es nicht nur eine gute Zusammenarbeit gegeben, sondern auch finanzielle Unterstützung. Das nächste Bundesfestival werde aber voraussichtlich in Halle stattfinden, da jedes Jahr eine andere Stadt als Austragungsort ausgewählt würde, erklärte der Festivalleiter.

Immerhin haben sich in unserer Stadt an die 500 Filmemacher und filmbegeisterte Gäste aus ganz Deutschland getroffen. Beworben hatten sich in diesem Jahr über 8000 Nachwuchsfilmer mit rund 700 Beiträgen. In 25 Jahren haben sich mehr als 70.000 Kinder und Jugendliche  mit eigenen Produktionen am bundesweiten Jugendmedienwettbewerb beteiligt. Dass sich für die Preisträger Türen für den späteren beruflichen Erfolg öffnen können, bewies der Ehrengast zur Preisverleihung: Benjamin Quabeck. Er hat sich als Regisseur („Nichts bereuen“), als Drehbuchautor und als Cutter einen Namen gemacht. Aber begonnen habe er mit dem Animationsfilm „Wind“, für den er 1996 beim Deutschen Jugendvideowettbewerb einen Förderpreis erhalten habe, wie er erzählte. „Aber eigentlich habe ich bereits mit 12/13 Jahren mit der Filmkamera meines Vaters, mit der ich im Keller experimentiert habe, begonnen. Dem Vater haben meine Filme nicht gefallen“, lachte er. Der Preis aber habe ihn ermutigt, sich an der Filmakademie zu bewerben und ein Studium zu beginnen. „Deswegen“, appellierte er an die Nachwuchstalente, „lasst euch nicht abbringen und wenn ihr die Liebe zum Filmen habt, dann traut euch weiterhin, Filme zu machen, zeigt sie auch anderen, denn die Auseinandersetzung mit dem Publikum ist wichtig“, gab der Regisseur den jungen Leuten mit auf den Weg. Über eine andere erfolgreiche Regisseurin berichtete Margret Albers vom Goldenen Spatz. Julia von Heinz habe vor zehn Jahren einen Jugendvideopreis gewonnen, und in diesem Jahr hat ihr Film zum Deutschen Kinder-Medien-Festival „Hanni und Nanni 2“ in der Kategorie Spielfilm einen Goldenen Spatz nach Hause getragen.

( Helga Schubert, 22.06.2012 )

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