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Gang durch vier Jahrhunderte

Gera (NG/ek). Schelmisch lächelnd, mit roten Wangen und dem bunten Vogel auf dem Hütchen empfängt die bekannte Gersche Figur, die Fettgusche, die Besucher der kleinen, aber feinen Ausstellung „Gera persönlich“ im Stadtmuseum. 
Gestaltet und fotografisch in Szene gesetzt sind hier Persönlichkeiten, die stadtbekannt sind, aber auch einige, an die man sich nicht mehr so genau erinnert. Absolventen der TÜV Rheinland Schule haben die Geschichte der 775-jährigen Stadt nach ihnen durchforstet und sind dabei fündig geworden. 
Detailgetreu und mit viel Phantasie und Einfallsreichtum erweckten die angehenden gestalterisch-technischen Assistenten u.a. Heinrich Posthumus, Henriette Zabel oder auch Friedrich Wilhelm Tschirch zum Leben, um nur einige zu nennen. An Hofkapellmeister Tschirch erinnert noch der Straßennamen im Ostviertel der Stadt sowie eine Gedenktafel am neuen Rathaus. Aber wie hat er ausgesehen?
Die wagemutige Bruna Wendel-Plarre, die erste Frau, die den Ärmelkanal durchschwamm, welche Strapazen hat sie auf sich genommen, um in 15 Stunden und 33 Minuten im 14 Grad kalten Wasser den Wasserweg  zu bezwingen?
Das Ehepaar Zabel, selbst kinderlos, stiftete die höhere Töchterschule in der Clara-Zetkin-Straße/Ecke Zabelstraße, das heutige Zabel-Gymnasium.
Der niederländische Kaufmann Nicolaus de Smit, der Begründer der Geraer Textilindustrie, ist ebenso in der Galerie verewigt, wie der Physiker Otto Lummer, die Fotografin der Neuen Sachlichkeit Aenne Biermann, der Architekt Thilo Schoder sowie der Maler Otto Dix, die Sportlerin Heike Drechsler und noch andere Personen, die bedeutsam für die Entwicklung der Stadt waren und noch sind. Ihre Lebenswege und Verdienste sind an den Bildern in kurzen Abrissen nachzulesen. Die Ausstellung veranschaulicht in augenzwinkernder Weise etwa vierhundert Jahre nacherlebbare Stadtgeschichte und ist ein sehenswerter Beitrag in Vorbereitung der Festlichkeiten zu 775 Jahr Ersterwähnung der Stadt.
Demnächst wird auch ein Kalender erscheinen, der dann alle historischen Persönlichkeiten vereinigt, von denen im Stadtmuseum nur eine Auswahl zu sehen ist.
„Gera persönlich“ ist bis zum 30. August zu besichtigen. Das Stadtmuseum erwartet seine Besucher dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr.

( vorstufe, 14.06.2012 )

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