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Einsatz für Katze, Schaf und Co.

„Tierschutzverein Gera und Umgebung e.V.“ ist auf einem Schild an der grünen Eingangstür im Unteren Dorf 20 zu lesen. Seit Anfang Juni hat der Verein in der Zwei-Raum-Wohnung sein Domizil. Eingerichtet ist zum großen Teil schon alles. Nur das Telefon funktioniert noch nicht. In der Wohnung verteilt stehen Futternäpfe. Ein Raum ist mit Kratzbäumen und anderem Spielzeug ausgestattet. Schlafkörbchen stehen bereit. Man merkt, dass hier Tiere leben. „Derzeit beherbergen wir drei Katzen hier“, sagt Angelika Lange. Sie ist seit knapp zwei Jahren Mitglied des 1991 gegründeten Vereins. Momentan engagieren sich dort 75 Tierliebhaber.

Grund für den Umzug war die Kündigung des Mietvertrages in den ursprünglichen Räumlichkeiten in der Lusaner Straße 22. „Es war gar nicht so einfach, ein neues Quartier zu finden“, sagt Rudolf Forster. Er ist seit Oktober 2011 Vorsitzender des Vereins. Trotz intensiver Bemühungen bei den Wohnungsanbietern hat sich der Verein viele Absagen eingehandelt. Woran das lag, darüber können die Mitglieder nur Vermutungen anstellen. „Wir haben etwas gesucht, wo wir auch Tiere unterbringen können. Denn schließlich sind wir ja ein Tierschutzverein“, sagt Forster. 

Seit nunmehr 20 Jahren kümmert sich der Verein um Tiere, die in Not geraten sind. Ob Pferd, Schaf oder Katze - jedem Tier wird versucht, zu helfen. „Bei uns gehen viele Hinweise von aufmerksamen Leuten ein“, sagt Angelika Lange. Und jedem wird nachgegangen. Dabei wird auch eng mit den Amtstierärzten zusammengearbeitet.

Doch Katzen benötigen am häufigsten die Hilfe des Vereins. In der Stadt leben mehrere herrenlose Tiere. „Es sind derzeit schätzungsweise 600 bis 2.000 Tiere“, so Forster. Der Verein betreut mehrere Futterstellen in der Stadt und kümmert sich um die Kastration der Tiere. Ein teures Unterfangen. „Wir sind überwiegend auf Spenden angewiesen“, sagt der Tierliebhaber. Denn neben den dringend erforderlichen Kastrationen kosten auch die Impfungen viel Geld. Doch nicht nur über Geldspenden freut sich der Verein. „Das können auch Futterspenden sein“, so der Vorsitzende. 

Die Tiere werden an Tierliebhaber weiter vermittelt.

Für die Zukunft hat der Verein große Pläne. „Wir wollen regelmäßig Veranstaltungen durchführen und den Kontakt zu anderen Vereinen aufbauen“, sagt Forster. Auch soll verstärkt Nachwuchs gewonnen werden. Denn diesen benötigt der Verein am dringendsten. 

( Doreen Hotzan, 07.06.2012 )

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