Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Sich der eigenen Stadt bewusst sein

Ein seichter Geruch von Graffiti-Farbe lag in der vergangenen Woche in der Luft der Gera Arcaden. Im Einkaufszentrum luden junge Künstler aus der Street Art Szene zum künstlerisch-kreativen Diskurs ein. Schüler aller Altersklassen nutzten die Gelegenheit, im Rahmen dieser Workshops, lebendige und individuelle Street Art zu betreiben und mehr über PasteUp, Stencil oder Tapeart zu erfahren. 

Initiatoren dieser Workshops sind die Macher von Art5 aus Leipzig, längst keine unbekannten in Gera. Sie sind die Initiatoren des Jugendkunstpreises, der in diesem Jahr zum dritten Mal in den Gera Arcaden ausgetragen wird. „Die Workshops sind der Beginn des diesjährigen Jugendkunstpreises”, erklärte Projektleiterin Stefanie Baufeld zur Eröffnung. 

Bereits wie die Jahre zuvor konzentriert sich der Jugendkunstpreis (JKP) auf die Stilrichtung Street Art. Der in 2008 geborene Wettbewerb wird alle zwei Jahre für Jugendliche der Region Gera, Landkreis Greiz und Saale-Holz-Landkreis veranstaltet. „In diesem Jahr sind junge Talente im Alter von zwölf bis 21 Jahren aufgerufen, ihrer kreativen Ader freien Lauf zu lassen. Wir haben erstmals die Altersgrenze angehoben, um noch mehr Jugendlichen die Möglichkeit der Teilnahme zu gewährleisten”, so die Projektleiterin.

Keinen künstlerischen Gesetzen unterworfen, soll der Wettbewerb junge Menschen dazu einladen, sich wieder mehr für Kunst zu interessieren und sich zu trauen, selbst kreativ aktiv zu werden. Einzig und allein das Thema gibt einen kleinen Rahmen vor. „Alle sind eingeladen, frei zu gestalten und sich frei zu entfalten. So wenig Reglements StreetArt vorgibt, so viel wie möglich individuell gestaltete Kunst hoffen wir zu sehen. Das besondere an StreetArt ist, das sie verzeiht. Alles ist machbar, man braucht nur eine witzige Idee. Es geht nicht um den perfekten Strich, sondern wieder schöpferisch tätig zu werden”, ermutigt Ralf Arno Munir, Initiator des JKP und Direktor von Art5, mitzumachen. 

Nachdem in den letzten beiden Wettbewerben die Geraer Sehenswürdigkeit „Simsohnbrunnen” und das Wahrzeichen „3 Essen” im Mittelpunkt standen, sollen die jungen Kreativen in diesem Jahr nicht „wahrzeichnen”, sondern wahrsagen. „Gera im Jahr 2030, wie sieht Geras Zukunft aus?“, lautet das diesjährige Motto. „Die Düsseldorfer zum Beispiel sind super stolz auf ihre Stadt. Hier in Gera müssen nur ein paar Sandkörner gestreut werden, denn wenn ich die Ressourcen meiner Stadt kenne, dann weiß ich wer ich bin”, erklärt der gebürtige Düsseldorfer, wie wichtig es ist, sich als junger Mensch mit seiner Stadt zu identifizieren. 

Bis 21. Mai können Kinder und Jugendliche ihre Arbeiten im CenterManagement der Gera Arcaden einreichen. Danach wählt eine Jury u.a. aus Ralf Arno Munir, Arcaden-Centermanager Michael Bilinger und Fachdienstleiter Kultur Dr.  Frank Rühling aus allen Einsendungen die 50 besten Kunstwerke aus. In einer öffentlichen Ausstellung, vom 31. Mai bis 6. Juni, werden diese den Besuchern der Gera Arcaden präsentiert. Sie dürfen für ihr Lieblingsbild abstimmen und entscheiden somit den zukünftigen Sieger des dritten Jugendkunstpreises. Die drei Bestplatzierten der beiden Altersgruppen 12-15 Jahre und 16-21 Jahre werden dann zum Abschluss bei einer öffentlichen Preisverleihung, am 9. Juni, gekürt. Ihnen winken Geldprämien von 150 Euro, 250 Euro und 500 Euro. Der Sieger erhält zudem noch ein Pokal. Mehr Infos zu den Teilnahmebedingungen unter www.facebook.com/JKP.GeraArcaden

( Fanny Zölsmann, 27.04.2012 )

zurück