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Problem der Entsolidarisierung

„Gerade das letzte Jahr hat wieder einmal deutlich gezeigt, dass wir mit einer wachsenden Entsolidarisierung, mit einem Zerbrechen der Gesellschaft, zu kämpfen haben. Das ist nicht zuletzt der finanziellen Krise geschuldet”, konstatiert Manuela Andritzky, Integrationsbeauftragte der Stadt. „Jeder kommt irgendwann im Leben an den Punkt, an dem er ausgrenzt oder ausgegrenzt wird. Die meisten Vorurteile haben Kinder in der Grundschule. Kinder brauchen Vorurteile, um ihre Welt zu ordnen und sortieren zu können. Doch genauso müssen sich diese Vorurteile mit dem Erwachsenwerden abbauen und sich in Toleranz und Akzeptanz wandeln. Dafür sind Lehrer und Eltern gleichermaßen gefragt“, betont sie. Auch zur Unterstützung eben dieser elterlichen und schulisch notwendigen Erziehung, finden jährlich die Internationalen Wochen gegen Rassismus statt. Sie sollen die Weltoffenheit und Demokratie stärker in der Gesellschaft verankern. Organisiert vom Interkulturellen Rat in Deutschland e.V. wird Gera eine von rund 300 beteiligten Städten sein. Zehn Veranstaltungen sind in den kommenden zwei Wochen, vom 12. bis 25. März, geplant. Los geht es am Montag, 14 Uhr, im Offenen Kanal Gera. Christel Wagner-Schurwanz vom Verein „AufAndHalt“ lädt zum Dialog der Generationen „Willkommenskultur in Gera, wirklich für alle?”. Eine Diskussionsrunde in der Migranten die OB-Kandidaten, sofern alle zusagen, zu ihren Themen des Alltags befragen. Zu einem lockeren Gesprächsvormittag mit einem Austausch über eigene Erfahrungen lädt Manuela Andritzky am 13. März ein. Um „Drama und Komödie interkultureller Fettnäpfchen“ geht es am Dienstag, 10 bis 11.30 Uhr, in der Volkshochschule. Dabei stehen andere Länder, deren Sitten und Traditionen im Mittelpunkt. Anmeldungen unter ( 55259314. Weiter steht dann am Nachmittag, 16 bis 18 Uhr, ein Erzählcafé, „Alltagsrasissmus - Ein Blick genügt” im Café Global, Gagarinstraße 26, an. 

Am 15. März heißt es im Jugendmigrationsdienst, Heidecksburgstraße 8, von 14 bis 16 Uhr: „Stereotype, Vorurteile, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Perspektivenwechsel durch interkulturelle Übungen”. Zum Tag der offenen Tür lädt die Unicef Arbeitsgruppe Gera am Freitag, 16. März, 11 bis 17 Uhr, ein. 

„I am a lonely bird...” - ein Vortrag zu Flüchtlingen findet am 20. März,  10 bis 11.30 Uhr, in der Volkshochschule statt. „Ein afghanischer Flüchtling erzählt von seinen Erfahrungen. Er kam nach Deutschland, wurde unter humanitären Schutz gestellt, durfte aber weder arbeiten noch Deutsch lernen. Auch frei bewegen konnte er sich nicht. Er hauste in einer Gemeinschaftsunterkunft und bekam nur die medizinische Notversorgung”, erzählt Andritzky. Am Internationalen Tag gegen Rassismus, am 21. März, findet im Rahmen der Aktion Gera bunt, tolerant und weltoffen eine Kundgebung, von 16 bis 18 Uhr auf dem Markt, statt. Anschließend wird 18.30 Uhr zur Buchlesung „...und werde trotzdem deutsch sein, auch wenn euch meine Schwärze nicht passt”, in die Bibliothek am Puschkinplatz, geladen.  Das große Abschlusskonzert findet im Rahmen der fünften Songtage am 24. März, 21 Uhr, in der St. Trinitatiskirche statt. „Sedaa - Eine Klangreise entlang der Seidenstraße” entführt in die wundervolle Welt der mongolisch-iranischen Klänge. 

( Fanny Zölsmann, 08.03.2012 )

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