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Mehr als 100 Einsätze im Großraum Gera 2011

Bei plötzlichem Kindstod, dem Überbringen von Todesnachrichten, der Betreuung von unter Schock, im Fall von Suizidgefahr oder anderen leidvollen Situationen sind es meist Mitarbeiter der Krisenintervention und Notfallseelsorge Ostthüringen e.V., die den Betroffenen in den ersten Momenten Trost spenden.
In Gera ist das Team des Vereines nun seit genau zehn Jahren rund um die Uhr im Einsatz. Im laufenden Jahr 2011 haben die 16 aktiven Mitglieder bereits mehr als 100 Einsätze im Großraum Gera bewerkstelligt. "Auf der einen Seite passiert einfach mehr, auf der anderen ist die Kriseninterventionsarbeit bekannter geworden", erklärt Vereinsvorsitzender und Bestatter Uwe Schmidt. In diesem Zuge sei es auch erfreulich, dass man in den nächsten Monaten vier neue Mitglieder zum Kriseninterventionsberater ausbilden könne. "Noch Ende des Jahres sind sie dann soweit, für die ehrenamtlichen Einsätze eingeteilt zu werden."
Das Kriseninterventionsteam Gera besteht aus Ärzten, Krankenschwestern und Pflegern, Bestattern, Kameraden der Feuerwehr, des Katastrophenschutzes und des Technischen Hilfswerkes, Opferschutzbeauftragten der Polizei und Pfarrern. Ihr Einsatz wird über die Rettungsleitstelle aktiviert und muss vorher von Rettungsdienst, Notärzten, der Feuerwehr oder der Polizei angefordert werden. Das Kriseninterventionsteam hilft dann den Betroffenen und Hinterbliebenen, ihren ersten Schmerz oder Schock aufzufangen.
Insgesamt sei bei der Arbeit der Kriseninterventionsberater viel Einfühlungsvermögen und ein äußerst sensibler Umgang mit den Menschen gefordert. Auch eine gewisse Lebenserfahrung und eine Ausbildung als Rettungssanitäter oder Pflegekraft sei hilfreich. Uwe Schmidt betont aber: "Man sollte zwar mitfühlen, jedoch nicht mitleiden." Anderenfalls sei man den Betroffenen keine Hilfe.
Trotz der bald 20 Teammitglieder sei es nicht immer einfach, die lückenlose Tag- und Nachtbereitschaft sicherzustellen, sagt Schmidt. Schließlich arbeiten alle Mitarbeiter ehrenamtlich. "Um alle Einsätze bedienen zu können, suchen wir stets nach neuen Mitgliedern und Sponsoren", betont er und rät Interessierten, sich auf der neuen Homepage www.kit-gera.com zu informieren. Auch ein Dienstwagen wird immer noch gebraucht, damit die ehrenamtlichen Berater nicht ihre privaten PKW nutzen müssen.
In Zukunft möchte die Krisenintervention und Notfallseelsorge Ostthüringen e.V. für ein noch größeres Einsatzgebiet zur Verfügung zu stehen. "Das KIT-Team München, das bundesweit und sogar international eingesetzt wird, ist dabei ein großes Vorbild", verrät Uwe Schmidt. Doch vorerst habe man im Thüringer Landtag vorgesprochen, um in den Katastrophenschutz aufgenommen zu werden, um offiziell und durch Landesförderung unterstützt den Betroffenen in unserer Region helfen zu können.

( Christine Schimmel, 16.09.2011 )

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