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Aufwertung einer Kunstrichtung

Erstmals in der Geschichte der Höhler Biennale - und erstmals in der deutschen Kunstszene überhaupt - wurde am Dienstag der 1. Deutsche Installationskunstpreis vergeben. Der Hauptpreis, dotiert mit 3.000 Euro und ergänzt von einer Glasskulptur des Geraer Künstlers Winfried Wunderlich, ging an die junge Rosmarie Weinlich aus Erfurt. Mit ihrer Installation "Lebenslichter der UNTERwelt" konnte sie die Jury für sich einnehmen. "Die mit kleinen Pflänzchen gefüllten, schimmernden Phiolen erweitern den Höhler durch eine ganz eigene Lichterfahrung. Das vielschichtige Lebensbild bezieht Naturprozesse in die Entwicklung des Kunstwerkes ein", entschieden die Juroren einstimmig.
Den zweiten Preis, einen mit 2.000 Euro dotierten Sonderpreis, verlieh man dem in München lebenden Spanier Oscar Estepa Marin. Die Jury entschied sich für seine Installation "Sakrofaktum", weil sie mit Blick auf einen im Höhler stehenden "Do-it-yourself-Sarg ein schmunzelndes und hintersinniges Nachdenken über frühere und heutige Bestattungskulturen" erlaube.
Rund 280 Besucher der 5. Höhler Biennale beteiligten sich an der Wahl des Publikumspreises - und entschieden sich für Kati Münters Installation "Die geschlossene Hölle". Im Schwarzlicht leuchtende Schlüssel vor einer geheimnisvollen Höllentür waren ihnen den mit 1.000 Euro dotierten Preis wert.
Zur Vergabe des Preises hatten der Verein zur Erhaltung der Geraer Höhler e.V., die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und die Sparkasse Gera-Greiz eingeladen. Die Schirmherrin der 5. Höhler Biennale, Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht, überreichte persönlich die Preise. Geras Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm betonte, dass man der Höhler Biennale mit diesem Installationskunstpreis eine neue Qualität verliehen habe, die "das gewonnene Selbstbewusstsein der Stadt" zeige. In dem Zuge dankte er besonders Projektleiterin Dr. Gitta Heil, ohne deren außerordentliches Engagement es den Preis und das herausragende Kunstevent nicht gegeben hätte.

( Christine Schimmel, 16.09.2011 )

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