Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Der ältere Mensch im Mittelpunkt

Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am SRH Wald-Klinikum hat mit der Gerontopsychiatrie eine neue Fachabteilung. Der Ärztliche Direktor Dr. Walter Groß, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, übergab die umgebauten Räumlichkeiten, die ehemals zu seiner Station gehörten, mit einem weinenden und lachenden Auge, wie er sagte, an Chefarzt Dr. Thomas Jochum. "Hier in den Aufenthaltsräumen für die Patienten befanden sich schließlich einmal meine Visitenzimmer", erinnerte Dr. Groß, "aber wir müssen uns den aktuellen Gegebenheiten der demokratischen Entwicklung stellen". Auf eine Frau komme bei uns statistisch gesehen nur 1,4 Geburten, die Zahl der älteren Menschen und die damit verbundenen Krankheiten dagegen wachse.
Die Gerontopsychiatrie beschäftigt sich mit den älteren Menschen und ihren psychischen Erkrankungen. "Die Bedeutung dieses Fachgebietes nimmt immer mehr zu" unterstrich Chefarzt Dr. Jochum. "Das stellt auch unsere Klinik vor neue Aufgaben". Dabei gehe es nicht um normale Alterungsprozesse, sondern um krankhafte Veränderungen. Als psychische Störungen nannte der Facharzt Demenzerkrankungen, vorübergehende Verwirrtheitzustände (Delirien), Angstzustände, Schizophrenie, aber auch Suchterkrankungen, wie Alkohol- oder Tablettenabhängigkeit spielen im Alter eine größere Rolle.
Zur Station, die im Gegensatz zu einer verschlossenen psychiatrischen Abteilung, offene Türen hat, gehören 21 Betten. "Wir wollen hier niemanden wegsperren", machte er auf das Neue in dieser Abteilung aufmerksam. Die Zimmer sind hell und freundlich eingerichtet, mit Nasszellen, Fernsehgeräten und zu öffnenden Fenstern mit Blick auf die Natur.
Neben neuen medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten steht ein umfangreiches Therapieprogramm zur Verfügung. Dazu gehören Hirnleistungstraining, Mal-, Musik - und Ergotherapie, Gruppengespräche, Bewegungstherapie und auch Hauswirtschaftstraining. "Wir wollen schließlich die vorhandenen Ressourcen ausloten und fördern", betonte der Chefarzt. Wichtig sei, dass durch eine interdisziplinäre Behandlung mehrerer Fachabteilungen des Klinikums eine deutliche Besserung des Zustandes der Patienten herbei geführt werden kann, ist er sich sicher.

( Helga Schubert, 08.09.2011 )

zurück