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Des Nachts durch Museen bummeln

Sie wollten schon immer mal zu ungewöhnlicher Zeit durch ein Museum bummel und dabei entdecken, was sich ansonsten hinter den Kulissen verbirgt? An diesem Sonnabend, 3. September, ist dazu von 19 Uhr bis eine Stunde nach Mitternacht reichlich Gelegenheit, wenn zur 13. Geraer Museumsnacht Museen, Kirchen und weitere Ausstellungsorte ihre Türen öffnen. Anlässlich des Dix-Jahres 2011 begrüßt Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm die Gäste zum Auftakt am Geburtshaus des Malers und Ehrenbürgers Otto Dix am Mohrenplatz. Insgesamt 20 Stationen bieten ein spannendes und unterhaltsames Programm.
Wer sich bereits am Vorabend auf diese Museumsnacht einstimmen möchte, kann dies bei einem Konzert in der St. Marienkirche tun. Dort gastiert am Freitag, 2. September, 20 Uhr, die aus New Jersey stammende Kat Moore. "Let me entertain you" hat die vor Energie sprudelnde Sängerin ihr Programm mit einer Mischung aus Gospel, Soul, Funk und Blues genannt. Das bringt für alle Musikfreunde eine sicher unvergessliche Begegnung mit Songs unter anderem von Robbie Williams, Lionel Ritchie, den Beatles und Joe Cocker, Tina Turner und Aretha Franklin, den Temptations und Ray Charles.
"Ein Dix kommt selten allein" ist die Museumsnacht selbst im Otto-Dix-Haus überschrieben. Anlässlich des am 2. Dezember bevorstehenden 120. Geburtstages des Künstlers wird über die Dauerausstellung mit Dix-Werken hinaus eine exklusive Schau präsentiert. Sie gewährt einen besonderen Einblick in Familienfotos von Dix. Besucher können sich mit dem Maler und seinen "Werken" Sylvia von Harden und Anita Berber im Dix’schen Wohnzimmer fotografieren lassen. Natürlich gibt es Kurzführungen in den Ausstellungen des Hauses, erlesene musikalische Offerten, und führen Kinder ihre Altersgenossen durchs Haus.
Um Mensch und Tier, Expressionismus und Neue Sachlichkeit dreht sich alles in der Orangerie. Kurze Führungen durch die aktuellen Expositionen gehören dazu, ebenso wie Kostümführungen des Vereins Gästeführer Region Gera mit "Ernst Schunke", dem einstigen Zeichenlehrer von Otto Dix, und mit "Hedwig", der Schwester des berühmten Künstlers. "Tiermensch" heißt eine Foto-Aktion, bei der sich die Besucher mit Tiermasken abbilden lassen können. Expressive Körperwelten entstehen bei Malerei auf Leinwand und Körper mit Lothar Pötzl, und tierisch abgefahren ist die Lips-Kakadu-Show.
Ein paar Schritte entfernt erwartet auch das künftige Kunsthaus wieder Gäste. Sie können das Haus nicht nur besichtigen, sondern erfahren Wissenswertes zum geplanten Umbau der einstigen Landeszentralbank in ein modernes Kunsthaus.
Mit allen Sinnen sehen, fühlen und hören - das bietet das Museum für Angewandte Kunst den Besuchern nicht nur bei Führungen, sondern mit vielen weiteren Angeboten. Sie reichen vom Gestalten individueller Dekore auf Kaffeebechern und Basteln weicher Knuddelbären, über einen Dia-Vortrag zum Engagement der Thüringer Textilkünstlerin Ulrike Drasdo für Straßenkinder in Nepal bis hin zu Literarischem und Musikalischem sowie einer kleinen Verkaufsgalerie.
"Das romantische Jahrhundert" lebt im Stadtmuseum auf. Themenausstellung, Modenschau und die erotische Lesung "Verbotene Früchte!" stehen ganz in diesem Zeichen. Es können Zinnfiguren gegossen und gemalt werden, es gibt Tipps zum Restaurieren und Pflegen von Porzellan, kann jeder selbst mal Geraer Sagenfiguren als Comic zeichnen oder aber das Puppenspiel "Rapunzel" anschauen.
Auch das Höhlermuseum öffnet seine Pforten. Dort liest Peter Meyer aus seinem Buch "Clara und Maxi, der Höhlergeist", und pünktlich zu Mitternacht führt Bierbrauer Manfred Lemke die Gäste durch Geras unterirdisches Labyrinth.
"Unsichtbare Welten" erforschen kleine und große Besucher im Museum für Naturkunde. Mitmach-Aktionen unter dem Motto "Ich sehe was, was du nicht siehst..." gibt es im Kinderkabinett Schwalbennest. "Was bist du für ein komischer Vogel", fragt der Präparator des Hauses und bestimmt mit den Besuchern unbekannte Vogelbälger. Auch das Leben in einem Wassertropfen kann erkundet werden, und in Anlehnung an die bahnbrechenden Versuche des Geraer Physikers Otto Lummer gibt es bei Experimenten zum Mitmachen Verblüffendes und Amüsantes zum Thema Licht und Strahlung. Satire gibt es in Gestalt eines entsprechenden Zukunftsromanes und mit dem Kabarett Fettnäppchen, und natürlich darf auch im Naturkundemuseum die Musik nicht fehlen.
Auch die Gedenk- und Begegnungsstätte im Torhaus der politischen Haftanstalt von 1933-1945 und 1945-1989 im Amthordurchgang 9 hat von 19 bis 1 Uhr geöffnet. Um 21 und 22.30 Uhr liest Detlef Spitzer "Eindrücke in Moll" - Meine Zeit in der Haft".
Daneben beteiligt sich das Straßenbahnmuseum des Geraer Verkehrsbetriebes: Die kleine Ausstellung auf dem Betriebshof in der Zoitzbergstraße 3 ist von 19 bis 21 Uhr für Besichtigungen geöffnet. Führungen beginnen um 19, 19.45 und 20.30 Uhr. Erneut bietet der GVB einen Shuttle-Service aus der Innenstadt zum Betriebshof an. Historische Bahnen sind als Zubringer im Einsatz. Die Fahrten starten 18.30, 19, 19.30 und 20 Uhr an der Heinrichstraße und bringen die Gäste auch wieder zurück.
Spezielle Programme bieten außerdem der Kunstverein Gera über der Stadtapotheke am Markt 8/9, die BStU-Außenstelle Gera in der Hermann-Drechsler-Straße 1, die 5. Höhler Biennale, das Schulmuseum in der Kurt-Keicher-Straße 14, das Grüne Zimmer in der Schülerstraße 40, das Haus Schulenburg in der Straße des Friedens 120 sowie der Rathausturm an. St. Salvator, St. Johannis und St. Peter sind zudem zur Nacht der Kirchen geöffnet.
Eintrittskarten (Handbändchen) gibt es im VVK in Orangerie, Stadtmuseum, Gera-Information sowie an der Abendkasse. Das Faltblatt mit dem Programm liegt in Museen, Gera-Info und Bussen und Bahnen aus.

( NG/cs, 01.09.2011 )

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