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Gemeinsam gegen Rechts

Gera (NG/chs). Gegen das für Sonnabend, 6. August, angemeldete NPD-Musikfestival "Rock für Deutschland" in unserer Stadt formiert sich breiter ziviler Widerstand. Weit mehr als 800 Menschen unterstützen bisher den Aufruf des Aktionsbündnisses "Gera gegen Rechts". Auch Konstantin Wecker bezieht auf www.gera-nazifrei.com Stellung gegen das Rechtsrock-Konzert.
Noch im letzten Jahr hatte Europas größtes Rechtsrockfestival rund hunderte NPD-Anhänger und Rechte auf die Spielwiese in Gera-Debschwitz gezogen, im Jahr 2009 sogar ganze 4.000. Unter dem lauten, aber friedlichen Protest vieler Geraer und Demonstranten aus anderen Städten hatten rund 2.000 Menschen gegen das Konzert mit Straßenfesten und Demonstrationszügen protestiert und ihrer Forderung nach einem bunten, toleranten und weltoffenen Gera Ausdruck verliehen.
Auch der "Runde Tisch für Toleranz und Menschlichkeit, gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit" der Stadt ruft in diesem Jahr die Einwohner Geras auf, sich an diesem Tag in die Protestaktionen rund um das Rechtsrock-Konzert auf dem Hofwiesenpark-Parkplatz einzubringen. Für diesen Standort sei laut Geraer Stadtverwaltung nämlich die NPD-Veranstaltung angemeldet und genehmigt worden. Zuvor war noch von der Spielwiese die Rede gewesen.
Sammelpunkte für die friedlichen Gegenaktionen werden ab 7.30 Uhr nun der Theatervorplatz und der Parkplatz an der Panndorfhalle sein. Die ökumenische Gemeinschaft der Geraer Kirchen lädt an diesem Tag um 9.30 Uhr zu einem Friedensgebet in das Rosenzelt im Hofwiesenpark (gegenüber Spieloval) ein. Auch sie ermutigt die Geraer Bürger, sich in die zivilen, gewaltfreien Protestaktionen einzubringen.
Bereits am Vorabend, am Freitag, 5. August, startet das Aktionsbündnis "Gera gegen Rechts" mit einer Demonstration durch die Innenstadt unter dem Motto "Diese Stadt hat die Nazis satt". Beginn des Protestzuges ist um 16 Uhr am Hauptbahnhof, erstmal Richtung Spielwiese. Sein Ende findet die Kundgebung mit Infos, Musik- und Redebeiträgen und "Party" gegen 23 Uhr auf dem Hofwiesenpark-Parkplatz, wo am nächsten Tag die zivilen Protestaktionen stattfinden. Auch anderswo im Stadtzentrum werden an diesem Tag Infostände von Vereinen und Einrichtungen die Aktionen gegen Rechts unterstützen.

( 21.07.2011 )

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