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Spannendes 3. Gera Summer Meeting

Der Geraer Thomas Knorre vom Reitverein Aga hatte am Sonntag gut Lachen: Mit seinem Schimmelhengst Charmeur blieb der Fast-Fünfziger beim Finale zur offenen Thüringischen Landesmeisterschaft fehlerfrei im Umlauf der Ein-Sterne-S-Springprüfung. Das machte da im Moment Rang 3 im Wettkampf mit Programmnummer 44; war aber zweitrangig geworden. Weil andere entscheidende Mitbewerber wie Reinhold Distel mit Linos und André Stude mit Fine Lady mindestens einmal patzten, hatte der erfahrene Mann von Nebenan in Milbitz nun seinen Rückstand aus der ersten Qualifikation egalisiert, und über die Titelehren musste ein Stechen entscheiden.
Der schon geschlagene Vorjahressieger Matthias Keil (Mühlberg) hielt die Daumen für die einzige Amazone Karina Köber (Merkendorf) oder Knorre. Der habe es nun einmal verdient. Dabei standen die Vorzeichen anfangs anders. Knorres Ehefrau Anett entschuldigte sich fast, dass ihr eigentlicher Tierfavorit im Stall bleiben musste. Nun wolle man einfach nur sehen, was denn geht. Karina Köber legte fehlerfreie 43,96 Sekunden vor. André Stude (RFV Gestüt Elstertal) unterbot das mit seiner Favoritin (42,85). Doch offenbar war Knorre unbelastet genug, nach gutem Einstieg im Parcours mit sehr flottem Galopp viel riskieren zu wollen. Und er gewann; zumal Stude auf seine zweite Chance mit Quick Step verzichtete. Das wollte der Geraer Senior im ersten Moment den anstürmenden Gratulanten gar nicht glauben. Dann kam nur ein Bescheidenes: "Man muss auch einmal Glück haben!"
In einer kleineren Runde am Vorabend hatte man über Reitsport in Thüringen, beim Meeting und zu Landesmeisterschaften philosophiert. Thomas Knorre stellt seine wertvollen Pferde nicht mehr oft in unserer Region vor, sondern gastiert häufiger in Nachbarländern. Vor allem der Qualität der Böden und möglicher Verletzungsgefahren wegen. Vielleicht noch Sorge-Settendorf oder Merkendorf wären Alternativen für eine Meisterschaft. Aber auch nicht recht vom Umfeld her, legten sich die Männer angesichts der Bedingungen in der Milbitzer Arena fest. Wohl auch akzeptierend oder hinnehmend, dass die Landestitelkämpfe kein zahlreiches Publikum mehr haben und auch hier beim Summer Meeting in der Öffentlichkeitswirkung und Präsentationsweise im vielfältigen Gemisch untergemengt erscheinen. Dieser phantastische Rasenplatz ist ein wichtiges Argument, blieb man unisono mit internationalen und nationalen Gästen des Meetings. "Da schrauben die Pferde erst einmal die Augen heraus, wenn sie den großen Turnierplatz sehen. Sie lernen hier unheimlich viel." Man fühlt sich gut aufgehoben.
Darüber hinaus müsste offenbar der Reitsportverband mehr bewirken. Oder man hat sich an kleinere Brötchen eben gewöhnt und stellt keine höheren Ansprüche mehr...
Das Kapitel ist bei auf die ausstehenden Pony-Landesmeisterschaften abgeschlossen. Mit Lisa Kowalski auf Luwina (Sorge-Settendorf) bei den Frauen und Claudia Müller (Martinfeld) unter Juniorinnen gab es neue Titelträger. Gordon Schultz (Wollersleben) wies erneut seine Klasse bei den Junioren nach. Allesamt spannende Wettkämpfe für genauer Beobachtende.
Die dritte Meeting- und nach-Aachen-Woche bringt den Veranstaltern der EN GARDE GmbH die Rekordbeteiligung mit 500 aufgestallten Pferden. Das heißt: Ausgebucht! 99 Reiter aus 25 Nationen haben sich mit Kurs auf den Höhepunkt CSI2*-Prüfung am Sonntag gemeldet. Dazu kommen weitere zu den offenbar immer begehrteren Serien für 5- bis 7-jährige Pferde.
Beim European Youngster-Cup stellen sich aufstrebende U25-Jungstars vor. Täglich stehen auf den zwei Plätzen etwa 10 bis 12 Prüfungen an. Im Umfeld soll der Familiencharakter für Besucher nun verstärkt werden. Eintritt für das 3. Gera Summer Meeting wird ab Freitag genommen. Kinder unter zehn Jahren haben kostenfreien Zutritt.

( Thomas Triemner, 21.07.2011 )

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