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Der Zauber von Wunga-Wonga, Kletterburg und Trampolin

Die Sonne lachte, und der Himmel machte heitere Miene zu einer wiederholten Kontrolle in der Lusaner AWO-Kindertagesstätte "Sonnenblume". Die Mädchen und Jungen kletterten, schaukelten, balancierten, sprangen, rutschten und duschten sich bei sommerlicher Hitze im Garten so langsam mittagsmüde. Nichts gestellt oder organisiert für den Besuch von Martina Schütz, der Vertreterin von Geras Sportjugend, obwohl es immerhin um die Verteidigung des Prädikats "bewegungsfreundliche Kindertagesstätte" ging. Die erfahrene Kita-Chefin Jutta Müller lächelte zuversichtlich. Sie hatte natürlich einige Ordner bereitgelegt. Aber: Für "Sonnenblümchen" ist aller Alltag recht sportlich. Gewollt. Das beginnt mit den für jeden Tag zu planenden Bewegungsangeboten; im Falle nachprüfbar in den Gruppentagebüchern. Das mag der Spaziergang mit Hindernissen sein; die Turnstunde in der Bewegungsdiele mit Kletter- und Spiegelwand, diversen Unterlagen zur Koordinations- und Gleichgewichtsübung, Minitramp oder das bunte Treiben für die Älteren in den benachbarten Turnhallen Otto-Rothe-Straße bzw. an der Waldorfschule. Seit sieben Jahren stellen Paten vom Lusaner SC 1980 den Knirpsen bereitwillig ihren Sportplatz Brüte oder das Vereinsheim für die Nutzung zur Verfügung. Mangel an neu gemeldeten Fußballern gibt’s da wohl nicht. Die Kooperation mit dem Modern Dance Club hat sich erhalten.
Und dann sind da noch die für den Breitensport erneuerten Übungsleiter-Lizenzen eigener Mitarbeiter, die von ihren Schulungen immer neue Beschäftigungsideen mitbringen. Frau orientiert sich am neuen Bildungsplan des Landes. Frau lernt bei Workshops, die von der "anerkannten Ergänzungsschule für Motopädie" einer Zwickauer Bildungsgesellschaft zum Teil samstags im Hause angeboten werden. Frau geht auf die inhaltlich wie finanziell für ein Jahr sehr förderliche Kooperation mit einer Krankenkasse ein und gewinnt damit Tipps zur Ernährung oder "Yoga für Kinder" mit Conny Torres. Man ahnt schnell, das hat Methode.
Wahrscheinlich war der Erstantrag zum Zertifikat "bewegungsfreundliche Kindertagesstätte" der schwierigste. Kontinuität hat seit der Auszeichnung von 2005 vieles wachsen lassen. So ein Konzept durchzuhalten, macht es anderen in Gera offenbar schwer, sich ebenfalls um so ein Prädikat bewerben zu können. Damit steht die Sonnenblume noch allein.
Jutta Müller erinnert sich gern, dass praktisch alle Räume in dem Plattenbau seit der AWO-Übernahme sich verändert haben. 210 Kinder waren es zuletzt, deutlich mehr als 2008 zur ersten Verteidigung. Nun werden 38 Mädchen und Jungen davon eingeschult. Mit 182 wird das neue Kinderjahr beginnen. Auch 12 Schützlinge mit erhöhtem Förderbedarf sind dabei. Das neue Kita-Gesetz lasse Spielraum, sich auf die neuen Anforderungen einzustellen. Die Belegschaft wird sich ab August mit Absolventen verjüngen und vergrößern. "Ein großes Haus mit viel Arbeit.", sagt Jutta Müller. Martina Schütz weiß: Diese Chefin macht sich noch zusätzlich welche. Man schaue nur auf den riesigen Garten am Haus. Das ist eben nicht nur ein Auslauf. Darin steckt eine über längere Zeit gewachsene Struktur.
Das Holz im Wunga-Wonga-Kletterwald wurde erneuert. Seit vorigem Jahr gibt es ein Trampolin an frischer Luft. Der Kunststoffkletterberg kam dazu. Die verwitterte Sinnesschnecke wurde zum Sinnesweg aufgearbeitet. Im Kalender stehen wiederkehrende Ereignisse von Geras Kita-Olympiade über "Lusan bewegt sich" bis zum AWO- und Eltern-Kinder-Sportfest. Im Jahr 2008 gab es zur Titelverteidigung 100 von 100 Punkten. Die Chancen stehen wieder recht gut, Anfang Dezember 2011 die Verlängerung des Prädikats feiern zu können.

( Thomas Triemner, 14.07.2011 )

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