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Dem Firmennamen gerecht geworden

Seit diesem Montag finden die Übergaben der Wohnungen im neu gebauten "Wohnpark Berliner Straße" statt und bald werden immer mehr Umzugstransporter ankommen. Am 1. August beginnen die Mietverhältnisse in dem Neubau der Wohnungsbaugenossenschaft "Glück Auf" Gera eG. Vorstand Uwe Klinger weihte das Haus Ende vergangener Woche mit den Worten ein: "Erstmals seit 20 Jahren sind wir mit diesem Neubauvorhaben unserem Firmennamen WohnungsBAUgenossenschaft gerecht geworden."
In den vergangenen Jahren hätte v.a. die Verbesserung des Ausstattungsgrades schon bestehender Immobilien gestanden. Auch die demographische Entwicklung habe zugeschlagen, worauf die WBG mit Bereinigung ihres Wohnungsbestandes reagiert habe. Insgesamt 1.318 Wohnungen seien abgerissen worden. "Nun waren auch die wirtschaftlichen Voraussetzungen gegeben, einen Neubau zu realisieren", sagt Klinger. Man verstehe sich als "ein wichtiger Investor in der Stadt", hat man doch seit 2006 rund 46 Millionen Euro für Instandhaltung, Sanierung und Abriss eingebracht.
Sowohl den Trend hin zur Innenstadt, als auch den Umstand, dass die Geraer im Durchschnitt immer älter werden, habe man in dem Neubau vereint. "Wir wollen unseren Mietern möglichst lange ein Wohnen in unseren Immobilien ermöglichen. Mit dem Angebot der erst kürzlich am selben Standort eröffneten Begegnungsstätte übernehmen wir auch eine soziale Verantwortung gegenüber unseren Genossenschaftsmitgliedern, die im Durchschnitt 58 Jahre alt sind." Dass der Neubau der Nachfrage durchaus entspricht, zeigt der Vermietungsstand: Gerade einmal drei der 27 Wohnungen sind zum jetzigen Zeitpunkt noch frei. Insgesamt 19 Familien ziehen als neue Mieter der WBG ein, drei davon sogar aus dem Geraer Umland.
Auch mit dem Neubau habe man auf die Zusammenarbeit mit einheimischen Firmen großen Wert gelegt. Fast ausnahmslos haben Ostthüringer oder Geraer Unternehmern die Zuschläge für die einzelnen Bauprojekte bekommen. Besonderes Augenmerk wurde zudem darauf gelegt, künstlerische Objekte in den Neubau und den noch entstehenden Grünbereich zu integrieren. "Dafür haben die beiden Geraer Künstler Sven Schmidt und Winfried Wunderlich zahlreiche Elemente aus Stahl und Glas geschaffen", so Klinger. Die umfassende Idee war, den Neubau-Bereich individuell zu gestalten. "Dazu haben wir aus dem Logo des Wohnparks das Motiv des Blattes übernommen. In den Treppenhäusern schafft eine gelaserte Stahlkonstruktion eine gewisse Separierung der Wohnungseingangsbereiche und durch die Lichtdurchlässigkeit zusätzlich ein schönes Farbenspiel der in diesem Astwerk ähnelnden Gerüst eingefassten Blätter aus Glas", erklärt Sven Schmidt. Jedes der Glasobjekte ist ein Unikat, das Winfried Wunderlich in sogenannter Fusingtechnik hergestellt hat. Jeder Treppenabschnitt erhält auf diese Weise ein ganz eigenes Aussehen. Auch im Außenbereich des Gebäudes, für den bis zum Herbst noch Pflasterarbeiten und Baumpflanzungen anstehen, soll das Blatt-Motiv immer wieder auftauchen.
Der rund 2,5 Millionen Euro teure Neubau war nach der Grundsteinlegung im Mai 2010 in nur 14 Monaten Bauzeit fertig gestellt worden. Nun bietet er 1-Raum-, 2-Raum- und 3-Raumwohnungen mit durchgängig behindertenfreundlicher Ausstattung. Angenehmes Wohnen ermöglichen u.a. die Aufzüge sowie die schwellenfreie Bauweise. Auch die großzügigen Duschen haben das gleiche Niveau wie der Rest des Bades. Große Balkone in allen Wohnungen können mit Hilfe verschiebbarer Verschattungselemente funktionell genutzt werden.
"In dem von Villenarchitektur geprägten Areal war es gar nicht so unkompliziert den Neubau umzusetzen. Das Ergebnis zeigt jedoch, dass unsere Architekten und die beteiligten Baufirmen beste Arbeit geleistet haben", so Klinger. Nun stünde nur noch der dritte Bauabschnitt auf dem Grundstück an. "Den wollen wir schon im kommenden Jahr starten", macht er neugierig.

( Christine Schimmel, 14.07.2011 )

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