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Dokumentation einer einzigartigen Entwicklung

Gera (NG). Der GWB "Elstertal" wurde in der Erfurter Thomaskirche der Thüringer Denkmalschutzpreis in der Kategorie Denkmalensemble für die denkmalgerechte Sanierung der Gebäude Glück-Auf-Weg 2-8 und 3-11 und der Egon-Erwin-Kisch-Straße 4-12 am Bieblacher Hang übergeben. Dieses Wohngebiet dokumentiert einzigartig in Thüringen die Entwicklung des Wohnungsbaus der DDR von den 50er bis 80er Jahren.
Ralf Schekira, Geschäftsführer der GWB "Elstertal", nahm den Preis von Minister Christoph Matschie und Dr. Thomas Wurzel, Geschäftsführer der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, entgegen. "Diese Auszeichnung zeigt, dass Engagement und Aufwand zur Erhaltung dieser prägenden Baukultur Anerkennung finden", freute sich Ralf Schekira. Baudezernent Ramon Miller lobt, dass dieses hervorragende Ergebnis bei der Sanierung der Wohnungsbauten nur durch den hohen Einsatz aller Beteiligten erreicht werden konnte. "Bemerkenswert dabei ist u.a. die Akzeptanz durch den Eigentümer für die denkmalschutzrechtlichen Belange eines Wohngebietes der frühen Aufbauzeit in der ehemaligen DDR", so Miller. Im Bereich der Wohnbauten im Glück-Auf-Weg und in der Egon-Erwin-Kisch-Straße sei von Beginn der Planungsphase im Jahr 2006 bis zur Fertigstellung im Jahr 2009 mit größter Sorgfalt und Sensibilität der Grundgedanke der Erhaltung und Wiederentdeckung eines möglichst authentischen Zustandes dieser Zeitepoche verfolgt worden. "Die Aufgabe der Sanierung des umfangreichen Wohnungsbestandes in Gera ist auch in den nächsten Jahren noch eine große Herausforderung. Die Sanierung am Bieblacher Hang ist gut vorangeschritten und soll in den nächsten Jahren fortgesetzt werden, um auch die jüngere Vergangenheit von Gera im Bewusstsein zu erhalten", schätzt Baudezernent Ramon Miller ein.
Seit 1998 steht der Bieblacher Hang als bauliche Gesamtanlage einschließlich aller Park- und Grünflächen unter Denkmalschutz. Dieser Status und die dringend erforderlichen Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten machten ein abgestimmtes Vorgehen aller Beteiligten erforderlich, um die gestalterische Einheit des Gebietes zu sichern. Zu diesem Zweck wurden im Jahr 2000 vom Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie bindende Leitlinien für den denkmalgerechten Umgang mit dem Ensemble "Bieblacher Hang" erarbeitet. Sie sollen sicherstellen, dass das Gebiet als bauliche Gesamtanlage auch in Zukunft in seiner variantenreichen Bauweise erhalten bleibt. Das bedeutet, bauzeitliche Details zu bewahren oder zu reparieren und sowohl Abrisse als auch weitere Verdichtungen durch Neubauten zu vermeiden. Die Grünbereiche sollen in ihrer überlieferten Form erhalten bleiben. Gestaltungsprinzipien sind zu beachten, vor allem aber soll der parkähnliche Gesamteindruck erhalten werden.

( 07.07.2011 )

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