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Hier boomt die Kunst

Ein angenehmer Sommerabend, ein schönes Ambiente unter freiem Himmel, Bratwurstduft, feine Jazzmusik und gutgelaunte Leute. Irgendwo in Gera? Könnte sein. Aber die einzigartige Kulisse bieten die beiden Geraer Künstler Sven Schmidt und Winfried Wunderlich gemeinsam mit der Stadt Gera und der GWB Elstertal im Kunstareal Schloss Osterstein. Zwei Ausstellungen präsentieren sich zur fünften Kunstzone. In den vergangenen Jahren wurden über 150 Künstler vorgestellt. Zwischen 6000 bis 13.000 erklommen die Anhöhe über der Stadt, um sich in der Remise oder in der Alten Wache den künstlerischen Wind um die Nase wehen zu lassen. "Es passiert etwas", freute sich Winfried Wunderlich, der auch die Gestaltung des Schlossgartens und des Gartensaals durch den Buga-Förderverein hervorhob. "Hier boomt die Kunst", lachte Sven Schmidt. Was noch vor einigen Jahren im Dornröschenschlaf gelegen habe, sei durch die Besetzung mit Kunst zum Leben erweckt worden.
Im ersten Teil sind in der Remise und im Amtsgebäude bis 14. August Landschaftsmalerei von T. M. Rotschönberg aus Chemnitz, der eigentlich Dr. Thomas Müller heißt, zu sehen. Die Werke bestechen durch Form, Farbe und Großflächigkeit. Sven Schmidt hat sie neben Werker anderer Künstler in einer Ausstellung in Chemnitz entdeckt. "Die expressive Farbigkeit und der kraftvolle Charakter der Gemälde passen einfach auch in das Otto-Dix-Jahr", meinte er.
Ebenfalls als ein Beitrag zum Dix-Jubiläum ist die Ausstellung in der Alten Wache zu sehen. Hier im Ost-West-Pavillon, der übrigens bereits im neunten Jahr Kunst zeigt, stellt die Künstlergruppe E 6 aus. Sie befasst sich mit Metallarbeiten. In der Ausstellung in Gera sind ausschließlich Emaillearbeiten zu bewundern. Sie bestechen durch den Kontrast von Farbigkeit und Dichte. "Jeder von uns arbeitet selbstständig und stammt aus ganz unterschiedlichen Gegenden, doch zweimal im Jahr treffen wir uns in Putbus", erzählt die aus Rothen stammende Künstlerin Takwe Kaenders. Sie selbst habe auf Burg Giebichenstein studiert und probiere gern alte Techniken aus, wie die Emailletechnik, um sie zu erhalten. Vom Kunstareal ist sie begeistert. "Es ist klasse, was hier auf die Beine gestellt wird und wie es gelingt, den Leerstand mit Kunst zu beleben", lobte sie. Die Ausstellung in der Alten Wache ist bis 9. Oktober zu sehen. Das Kunstareal ist Di-So 12-19 Uhr geöffnet. Zum traditionellen Kunstfest wird am 19. August eingeladen.

( Helga Schubert, 01.07.2011 )

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