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Friedlicher Widerstand gegen rechtes Gedankengut

Am 6. August diesen Jahres hat die NPD erneut eine Großveranstaltung mit dem Titel "Rock für Deutschland" auf der Spielwiese angemeldet. Wieder werden dann hunderte NPD-Anhänger und Rechte in unsere Stadt kommen, um diesmal nach eigener Aussage unter dem Motto "Nie wieder Kommunismus  - Freiheit für Deutschland" für ihre Ideologie zu werben.
Die Veranstalter beziehen sich dabei gezielt auf die Opfer der stalinistischen Diktatur in der DDR. Doch bereits die Namen der angekündigten Bands deutet auf eine rechte politische Haltung, so z.B. "Brutal Attack", "Burning Hate"  und "Natural Born Haters". Informiert man sich beispielsweise im Internet über deren Songtexte, offenbart sich schnell deren wirkliche Einstellung.
Um auch in diesem Jahr ein deutliches Zeichen gegen Rechts zu setzen, plant das Aktionsbündnis "Gera gegen Rechts" gemeinsam mit der Stadt Gera am Sonnabend, 6. August, ganztägig eine gewaltfreie Demonstrationsveranstaltung. Von den Gera Arcaden über die Heinrichstraße bis zum Sachsenplatz sollen dann demokratisch gesinnte Geraer und Gäste für eine nazifreie Stadt einsetzen.
Auch in diesem Jahr konnte das Aktionsbündnis "Gera gegen Rechts" wieder viele Menschen gewinnen, die die Aktion als Erstunterzeichner unterstützen - u.a. Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig, Heike Taubert (Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit), Sebastian Krumbiegel (Sänger der "Prinzen"), Dr. Albrecht Schröter (Oberbürgermeister der Schwesterstadt Jena).
Der "Runde Tisch für Toleranz und Menschlichkeit" ruft Parteien, Kirchen, Vereine und Bürger auf, sich auch überregional an diesem zivilen Widerstand zu beteiligen: "Kommt am 6. August nach Gera - wir brauchen Eure Unterstützung, um "Rock für Deutschland" zu verhindern. Beispiele aus anderen Städten haben gezeigt, dass ein solcher Widerstand Erfolg hat, wenn wir uns untereinander unterstützen." Unter www. gera-nazifrei.com/cms/aufruf kann jeder schon jetzt mit seiner Unterschrift ein Zeichen setzen.
Auch die christlichen Kirchen unserer Stadt verwehren sich gegen den Missbrauch der Opfer des Kommunismus und werden ihrem Widerstand gegen "Rock für Deutschland" ökumenisch gemeinsam Ausdruck verleihen. Dazu laden sie am 6. August, um 10 Uhr, zu einem Friedensgebet in die St. Trinitatiskirche ein. Außerdem ermutigen sie ihre Gemeindemitglieder, sich an diesem Tag in die zivilen Protestaktionen einzubringen.
Schon in der nächsten Stadtratssitzung am 14. Juli soll eine Erklärung die Haltung der Stadtväter deutlich machen.
Schon in den vergangenen Jahren mussten die Geraer Europas größtes Rechtsrockkonzert über sich ergehen lassen. 2010 waren neben den Bürgern der Stadt auch zahlreiche Demonstrationsteilnehmer aus anderen Städten dabei gewesen und hatten erreicht, dass rund 700 NPD-Anhängern und Rechten ganze 4.000 friedlich gesinnte Jugendliche, Familien und Privatpersonen, Partei- und Vereinsmitglieder gegenüberstanden. Auch für die Veranstaltung am 6. August hoffen die Organisatoren auf die Präsenz der Geraer, die gemeinsam für eine bunte, tolerante und "nazifreie" Stadt auf die Straße gehen.

( Christine Schimmel, 01.07.2011 )

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