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Wieder offene Türen im Comma

Die große Silvesterparty war für das Clubzentrum Comma die Generalprobe. Nun wurde das Haus offiziell eröffnet. Als es vor zwei Jahren wegen bautechnischer Mängel geschlossen werden musste, hatten nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch viele Fans Sorgen, dass die Stadt das Comma nicht mehr behält und sanieren lässt. Oberbürgermeister Ralf Rauch freute sich zur Eröffnung, die Bedenken aus dem Weg geräumt und eine fast 80prozentige Förderung durch Land und Bund erhalten zu haben. Rund 4,5 Millionen Mark wurden in die Rekonstruktion investiert. Das Haus wurde vom Dachbereich über Lüftungsanlagen und Trockenlegung bis zur Fassadengestaltung und Einbau von Schallschutzfenstern erneuert. Aufzüge wurden eingerichtet und das Gebäude behindertengerecht ausgestattet. Ein Spitzenprodukt sei entstanden, lobte der Oberbürgermeister die gute Arbeit der Handwerker und Baubetriebe. Restleistungen wie Heizkörperverkleidungen oder einige Arbeiten im Treppenhaus würden noch in diesem Jahr zu Ende gebracht. Das Comma stehe nun wieder allen zur Verfügung und könne Kommunikator zu anderen Kultureinrichtungen unserer Stadt sein, meinte Ralf Rauch. Das Haus eröffne auch Möglichkeiten nicht nur Konzerte und Filmveranstaltungen durchzuführen, sondern auch kleinste Kongresse oder Lehr- und medienpädagogische Veranstaltungen.
Froh, aus dem Provisorium in der Amthorstraße 11 wieder ins alte Domizil Heinrichstraße 47 zu kommen, ist auch die Mannschaft um Commachef Rainer Schmidt. Als das Clubzentrum 1990 als städtische Kultureinrichtung in die ehemalige SED-Bildungsstätte einzog, hat es sich sofort mit einem altersübergreifenden Angebot an Konzerten, Tanzveranstaltungen, Seniorennnachmittagen, Filmvorführungen, Kinderfesten und ähnlichem einen Namen gemacht. Eine Entwicklung von 30 000 Besucher im Jahr 1992 zu 70 000 Besuchern im Jahr 1996 konnte Rainer Schmidt nennen. Er erinnerte an die Heimstatt zahlreicher Vereine und Organisationen, die auch in Zukunft im Comma wieder ein Zuhause finden.

Eine Ausstellung des Vereins der Freunde und Förderer des Clubzentrums gibt einen Überblick über die Geschichte des Hauses, das bereits 1840 als Bürgererholung errichtet worden war. Carmen Döbler hat die Daten auf ABM-Basis aus Archiven und von Privatpersonen zusammengetragen. Entstanden ist ein interessanter Abriss, der auch ein Stück Stadtgeschichte ist. Ein kleines Faltblatt zum Mitnehmen liegt bereit.

Das erste große Konzert nach der Wiedereröffnung findet am 22. Januar statt. "Als ob nichts gewesen wär" nennt die Klaus-Renft-Combo symbolhaft den Abend. Doch zuvor startet der Filmclub mit seinem Angebot, und am 21. Januar tritt die Geraer Band "Life for Sale" auf. An Programmideen mangelt es nicht.

( NG/hs, 15.01.2000 )

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