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Weißes Gold von der Weißen Elster

Gera (NG). Raritäten aus der ältesten Porzellanmanufaktur Geras sind im Rahmen einer Kabinettausstellung innerhalb der Reihe "Weißes Gold von der Weißen Elster" bis zum 30. Januar 2011 im Museum für Angewandte Kunst zu sehen.
Nachdem das Haus bis September Figuren aus der Porzellanfabrik Roschütz zeigte, werden nun ebenfalls anlässlich des Jubiläums "250 Jahre Thüringer Porzellan" Exponate aus der Manufaktur Gera-Untermhaus präsentiert. Das Stadtmuseum Gera stellte hierfür zahlreiche Leihgaben zur Verfügung.
Die Vielfalt der Dekore und Formen für Zierporzellan und Gebrauchsgeschirr aus der Untermhäuser Manufaktur spiegelt das typische historische Produktprofil des Thüringer Porzellans wieder. Zu entdecken sind Anleihen am Meißener Vorbild. Diese führten wiederholt zu Rechtstreitigkeiten, da man sich nicht scheute, sie entsprechend anzubieten. Die frühesten überlieferten Belegstücke dürften aus der Zeit um 1780/1781 stammen. Sie wurden mit griesigen, unreinen, dicken Scherben beschrieben. Die Formgestaltung wirkte etwas grob und unbeholfen, ebenso die zwar liebevolle, aber auch biedere Malerei.
In Untermhaus gab es bereits eine Fayencemanufaktur, bevor der Stadtpfeifergeselle Johann Gottlob Ehwald gemeinsam mit dem Porzellandreher Johann Gottbrecht 1779 eine Konzession zum Betreiben einer Porzellanfabrik von Graf Heinrich XXX. Reuß erbat - doch mit mäßigem Erfolg. Unter der Leitung der Brüder Georg Wilhelm und Johann Andreas Greiner, die 1780 die Manufaktur übernahmen, änderte sich das Urteil: "Die Fabrik zu Gera im Voigtlande liefert besonders weiße Ware, mit blauen oder rothen Blumen bemalt, die ziemlich artig aussieht und auch preiswürdig ist." Nach einer wirtschaftlichen Krise brachte Tobias Albert die Manufaktur nach 1804 wieder zur Blüte. Mehrmaliger Besitzerwechsel nach 1852, zunehmende wirtschaftliche Probleme und die Entwicklung der Gemeinde Untermhaus zu einer Wohngegend führten schließlich um 1912 zur Stilllegung der Manufaktur.
Die Kabinettausstellung "Weißes Gold von der Weißen Elster" im Museum für Angewandte Kunst, Greizer Straße 37, ist bis zum 30. Januar 2011 Di bis So und an Feiertagen 11 bis 18 Uhr geöffnet.

( 14.10.2010 )

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