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Auch wenn es nicht draufsteht, ist meist "Petra"-Seife drin

"Alle anderen Standorte waren entweder zu groß, zu klein oder zu teuer", begründet Wolfgang Radtke die Entscheidung für das Grundstück im Gewerbegebiet Bieblach-Ost, Otto-von-Guericke-Straße 2, wo die in Langenberg ansässige Petra Haushalts- und Industriereinigungsmittel GmbH ein neues Produktionsgebäude errichte. Gewissermaßen als Weihnachtsgeschenk, soll die Halle am 24. Dezember dieses Jahres stehen und für das Frühjahr 2011 ist der Produktionsstart anvisiert.
Das Unternehmensführung und Bauherr den sich selbst gestellten Zeitplan, mit diesem "sportlichen Termin" wie Heiko Wendrich es ausdrückte, durchaus ernst nehmen, wurde bereits beim kürzlichen symbolischen Spatenstich demonstriert, wo Bauunternehmer Wilfried Hundhausen, Architekt Heiko Wendrich, Maren Ritter von der Wirtschaftsförderung der Otto-Dix-Stadt Gera und Wolfgang Radtke, Technischer Leiter der heutigen Petra Haushalts- und Industriereinigungsmittel GmbH zum Spaten griffen.
Die Gebäude in der Lindenstraße am Bahnhof in Langenberg könnten von einer wechselhaften Geschichte erzählen. Vielleicht ein lohnendes Projekt für Schülerarbeiten, die Historie einmal zu erforschen. Einig ist man sich, dass so um 1911/12 mit der Herstellung von Seife in Langenberg begonnen wurden. Viele der Gebäude stammen aus dieser Zeit und sind nicht nur baulich total überaltert, sondern können auch nicht mehr dem Produktionsansprüchen gerecht werden.
Da kamen die freien Gewerbeflächen in Bieblach-Ost, hinter dem Standort der Firma Gera-Web Gesellschaft, gerade recht, die vom Langenberger Unternehmen vor wenigen Tagen ersteigert wurden. Es passte auch alles gut zusammen, handelt es sich doch um drei nebeneinander liegende freie Grundstücke. "Die Baupläne hatte unser Architekt Heiko Wendrich längst fertig und die Baugenehmigung hatte die Stadt schon vorbereitet, so konnte es schnell gehen", sagte Wolfgang Radtke. Und in der Tat, Bagger und Planierraube stehen bereit und die ersten Erdhügel sind schon bewegt wurden.
In das Bauvorhaben auf dem ca. 1.500 Quadratmeter großen Areal, einschließlich der technischen Ausstattung, investiert das Unternehmen fast eine Million Euro. Mit der Inbetriebnahme der neuen Produktionsstätte werden sich nicht nur die sozialen und technologischen Bedingungen verbessern, wie Wolfgang Radtke meint, sondern es sei auch eine Erweiterung des Personalbestandes von derzeit neun auf zwölf Mitarbeiter geplant, wie. auch die Einstellung eines Auszubildenden mit dem Abschluss als Chemie-Facharbeiter.
Dass das Unternehmen "Petra", in der Region eher unbekannt ist, sei mehr den Großabnehmern geschuldet, die die in Gera produzierten Artikel unter ihren eigenen Namen führen. "Vielleicht sei es die Angst davor, dass sich deren Kunden direkt an uns als Hersteller wenden", meint der Technische Leiter, der sich aber diesbezüglich gelassen zeigt. Mit einer Produktionskapazität von 3.000 Tonnen Flüssigseife, die in diesem Jahr erreicht wird, kommt aus den vielen genutzten Seifenspendern Geraer Seife, auch wenn es nicht draufsteht.
Der Bekanntheitsgrad der Marke "Petra" kann sich aber erhöhen, denn am neuen Standort in Bieblach-Ost sei ein Werksverkauf geplant, so Wolfgang Radtke. Was aus dem veralteten Standort in Langenberg wird, wisse man allerdings noch nicht.

( Reinhard Schulze, 14.10.2010 )

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