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Geras Unternehmer des Jahres heißt Volker Thorey

Etwa 200 Mittelständler sowie kompetente Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung hatten sich zu einer gelungenen Feierstunde zusammengefunden, um Geras Unternehmer 2010 zu ehren. Unter sechs hochkarätigen Nominierungen machte Volker Thorey, Geschäftsführer der Gera Textilveredlung GmbH, das Rennen. Mit ihm standen weitere stadtbekannte Persönlichkeiten zur Wahl: René Starke von der Möbeltransporte R.Starke GmbH, Stefan Würfel von Gera-Web, Renate Friedrich von der Maxi-Media GmbH, Alexandra Habel vom Salon "An den Arkaden" sowie Rosemarie Züge-Gutsche von Brendel’s Buchhandlung.
Bereits zum 11. Male hat der Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW) den Wettbewerb für den Mittelstandspreis ausgelobt. Der Geschäftsführer des Kreisverbandes, Ulrich Winterstein , ist als Einlader stolz auf die erneute Preisvergabe, die er zurecht als "Event des Jahres" bezeichnete. Als Gastgeber der Veranstaltung verdiente sich wiederum Anerkennung das von Geschäftsführer Werner Wenk geleitete CJD-Berufsbildungswerk in Gera-Leumnitz.
Die Mittelstandsvereinigung und ihre Partner (z.B. IHK, Handwerkskammer und Technologie- und Innovationszentrum) legte der Preisvergabe hohe Bewertungsmaßstäbe zugrunde. Wie Mitglieder der Jury berichteten, werden bei der Nominierung solche Kriterien genau unter die Lupe genommen wie Wachstum des Unternehmens, Innovationsfreudigkeit, Investionsbereitschaft, nachhaltige Entwicklung bei den Arbeitsplätzen und Lehrstellen.
Genau das sind Markenzeichen des diesjährigen Siegers Volker Thorey. Laudator Uwe Kaiser, Hauptgeschäftsführer des Druckhauses Gera und Gewinner des Vorjahres, bescheinigte dem Zwötzener Mittelständler marktwirtschaftliches Geschick und Professionalität als Leiterpersönlichkeit, die von der Belegschaft sehr geschätzt werde. Er sei als ehrbarer Kaufmann ein würdiger Vertreter des Mittelstandes, dem Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Das 1994 gegründete Unternehmen mit seinen derzeit 60 Mitarbeitern, weitgehend aus dem Modedruck Gera hervorgegangen, habe sich auf dem Gebiet der Textilveredlung zu einem geachteten Marktführer hochgearbeitet. So werde die Tradition der Geraer Textilindustrie erfolgreich fortgeführt, nicht zuletzt dank der Unternehmensphilosophie "Schnelligkeit, Sicherheit, Service", verbunden mit - als Beispiel - bisher investierten 12 Millionen Euro und einer Ausbildungsquote von 20 Prozent.
Hervorgehoben wurde auch Thoreys kommunalpolitisches Engagement. Er war Gründer, Vorsitzender und Fraktionschef der Wählervereinigung "Arbeit für Gera", unterstützt u.a. den Verein "Ja - für Gera", das Theater und den Kinder- und Jugendsport. Die Marktposition und das breit gefächerte Ehrenamt führen dazu, dass Thorey für den Thüringer Mittelstandspreis nominiert ist.
Der BVMW versteht sich als Lobbyist des Mittelstandes. Deshalb hatte der Veranstalter einen in Sachen Finanzen versierten Redner aufgeboten. Matthias Wierlacher ist Vorstandsvorsitzender der Thüringer Aufbaubank (TAB). Der Thüringer Mittelstand habe mit Mut und großen Anstrengungen die Krise gemeistert. Jetzt zielen die Prognosen auf Wachstum. Aber die Finanzkrise sei bundesweit noch nicht überstanden. Die Vergabepraxis bei Krediten gestalte sich weiterhin schwierig. 44 Prozent der Firmen in Thüringen bräuchten dringend Kapital. Die Aufbaubank wolle sich jedoch bei Darlehen, Bürgschaften und Beteiligungen als Türöffner betätigen und den Zugang zu Krediten erleichtern.
Wo des weiteren den Unternehmern der Schuh drückt, brachte Winterstein zum Ausdruck. Er verwies u.a. auf neue bürokratische Regelungen des Bundes und auf die Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuer der Stadt Gera. Das sei Gift für die zarte Pflanze des wirtschaftlichen Aufschwungs.
Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm war des Lobes voll für die Leistungen der Mittelständler, zu denen Thorey als Unternehmer 2010, herausragend beiträgt. Es habe Symbolcharakter, dass zeitgleich mit der Vergabe des Mittelstandspreises der Otto-Dix-Preis verliehen wird. Das sei Beispiel für die Symbiose von Wirtschaft und Kunst. Hier, wie derzeit geschehen, Gegensätze zu konstruieren, sei kontraproduktiv. Unternehmerische Initiative könne sich dort am besten entfalten, wo es vielfältige bildungs- und kulturpolitische Angebote gibt. Hintergrund für den Unmut des OB ist der Einwohnerantrag, die Beschlüsse zum Kunsthaus auszusetzen bis die Finanzierung des Schulbauprogrammes steht.

( Harald Baumann, 08.10.2010 )

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