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Gera braucht bis 2025 3.030 Wohnungen für Senioren

Gera (NG). Senioren haben schlechte Chancen, in den eigenen vier Wänden alt zu werden: Bereits in 15 Jahren werden in Gera 3.030 altengerechte Wohnungen benötigt. Das geht aus einer aktuellen Regional-Untersuchung des Pestel-Institutes zur "Wohnsituation im Alter" hervor. Damit haben Verbände der Bau- und Immobilienwirtschaft gemeinsam mit der IG BAU erstmals den Wohnbedarf älterer Menschen für die Kommunen in Deutschland ermittelt.
Die vom Pestel-Institut durchgeführte Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass es in Gera einen enormen Bedarf an seniorengerechten Wohnungen gibt. Das bedeute neben dem Sanieren für Senioren auch den Neubau von altengerechten Wohnungen. Denn ein Teil der Altbausubstanz lasse sich nicht mehr wirtschaftlich barrierearm umbauen: ohne Stufen in den Wohnungen und mit einem Aufzug im Haus.
Das Pestel-Institut hat errechnet, dass es im Jahr 2025 in Gera rund 23 Prozent mehr Haushalte mit einem Über-70-Jährigen geben wird als heute. Wenn man davon ausgehe, dass nur jeder Fünfte der dann 15.160 Senioren-Haushalte auf eine Wohnung ohne Barrieren angewiesen sei, müsse dringend saniert und neu gebaut werden - mit Türen, durch die ein Rollator oder Rollstuhl passt, und mit schwellenfreien Duschen.
Neben der Schaffung von altengerechtem Wohnraum sieht das Pestel-Institut in Gera auch einen erheblichen Nachholbedarf bei der energetischen Gebäudesanierung. So weist die Kampagne "Impulse für den Wohnungsbau" auf den hohen Anteil älterer Bausubstanz in Gera hin: Mehr als zwölf Prozent aller Wohngebäude sind demnach Nachkriegsbauten, die bis Ende der 60er errichtet wurden.
Die Situation in Landkreisen und Städten wie in Gera zeige, dass Förderprogramme wie das der staatlichen KfW-Bank zur CO2-Gebäudesanierung dringend notwendig seien. Hier - wie von der Bundesregierung geplant - zu kürzen, sei "umwelt- und baupolitisch ein völlig falsches Signal und kontraproduktiv", sagt Dr. Ronald Rast, Koordinator der Kampagne. Der Bund dürfe den Wohnungsbau nicht aus den Augen verlieren. Daher fordere man bessere steuerliche Rahmenbedingungen für den Neubau - allen voran die Wiedereinführung der degressiven Abschreibung.

( 23.09.2010 )

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