Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Knapp 500 Tage bis Kunsthaus-Eröffnung

"Die Uhr läuft", eröffnete Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm die Pressekonferenz zu den Vorbereitungen zur 2011 anstehenden Kunsthaus-Eröffnung. Am Montag war man noch genau 500 Tage vom 120. Dix-Jubiläum am 2. Dezember nächsten Jahres entfernt. Das sei freilich eine überschaubare Zeitspanne, aber nicht im mindesten zu kurz für den Aufbau des Kunsthauses in der ehemaligen Landeszentralbank und die Vorbereitungen der Veranstaltungen rund um den Geburtstag des berühmten Künstlersohnes.
Auch Frank Siegmund, als Gründungsbeauftragter für den Aufbau des Kunsthauses bestellt, zeigte sich mehr als zuversichtlich, den ehrgeizigen Termin halten zu können. Er wolle das Kunsthaus gemeinsam mit der Geraer Bevölkerung zum Erfolg führen und Kulturtouristen auf den Standort Gera aufmerksam machen. Vorrangige Aufgabe sei es nun, die auf festen Füßen stehende Kunsthaus-Idee auch potentiellen Sponsoren schmackhaft zu machen. "Die städtischen Gelder stehen bereit", so der Geraer OB. Mit ihrer Hilfe sei nun die bei David Chipperfields Architects in Berlin laufende Planung für den Umbau des Bankgebäudes finanziert. Im Herbst 2010 sei man dann soweit, die einzelnen Gewerke für Firmen der Region ausschreiben zu können, damit den achtmonatigen Bauarbeiten im März 2011 nichts im Wege stünde. Der mit 8,4 Millionen Euro veranschlagte Umbau werde mit 6 Millionen Euro von Fördergeldern und 900.000 Euro Eigenmitteln der Stadt Gera abgegolten. Die fehlenden 1,5 Millionen Euro wolle man über privates Sponsoring beschaffen. "Das ist eine der dringlichsten Aufgaben des neu gegründeten Kuratoriums Kunsthaus Gera", so Dr. Vornehm weiter.
Mit einem eigens für Werbezwecke gestalteten Hochglanzprospekt, das durch den Verein der Freunde und Förderer der Kunstsammlung Gera/Otto Dix Haus e.V. ermöglicht wurde, wolle man nun interessierten Partnern auch einen bildlichen Eindruck des Projektes verschaffen. Insgesamt stoße man bundesweit auf großes Interesse und habe so schon zwei Unternehmen in Baden-Württemberg als Sponsor gewinnen können. "Im Moment müssen wir in unserem Freistaat Thüringen jedoch noch konsequenter um finanzielle und ideelle Unterstützung bitten", so Frank Siegmund. Die überregionale Resonanz wachse, regional sei der Funke allerdings noch nicht ganz übergesprungen. "Auch auf politischer Ebene gibt es noch Vorbehalte. Da müssen wir noch überzeugen, dass das Kunsthaus eine Gesamtperspektive für Gera sein wird, die für die Stadtentwicklung und die hiesige Wirtschaft einen Auftrieb bietet", so der OB.
Deshalb wolle man jetzt viel unternehmen, um die Bevölkerung einzuladen, hinter dem großen Vorhaben zu stehen - genau wie vor der BUGA 2007. Ideen seien Baustellen-Partys, Tage der offenen Tür, ein Internetauftritt mit Web-Cam der Baustelle usw.. Das neue Kunsthaus-Logo soll schon Ende August diesen Jahres präsentiert werden. Auch die Ausstellungsschwerpunkte des Kunsthauses stehen schon. Holger Saupe, Leiter der Geraer Kunstsammlung, seine Mitarbeiter und externe Sachverständige hätten die Inhalte der Sonderausstellungen für die folgenden Jahre erarbeitet. "Dix trifft Picasso" soll es 2012, "Klimt - Schiele - Kokoschka - Dix" 2014 oder "Mythos Gegenstand. Corinth, Beckmann, Dix, Heisig u.a." im Jahr 2015 heißen.
Generell werde das Kunsthaus ein Drittel seiner Ausstellungsfläche der Dix-Dauerausstellung widmen, zwei Drittel den wechselnden Sonderschauen. Zur Eröffnung des Hauses werde auch dort freilich Otto Dix im Fokus stehen. Doch auch für die lebende Geraer Kunstszene wolle man eine Plattform schaffen und den Bildenden Künstlern der Stadt die Möglichkeit geben, ihre Arbeiten auszustellen. "Schließlich hört Kunst in Gera nicht mit Otto Dix auf", so das Stadtoberhaupt.
Um Geraern und Gästen attraktive Angebote machen zu können, sollen Kultur-Pakete geschnürt werden, die das Kunsthaus in Verbindung zu anderen Geraer Kunst- und Kulturstätten setzen. So sollen die Besucher animiert werden, über Nacht in der Stadt zu bleiben und häufiger im Kunsthaus vorbei zu schauen.

( Christine Schimmel, 22.07.2010 )

zurück