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Unterwegs mit Helmut Janka

Von Januar 2009 bis Juli 2010 erschienen in verschiedenen Geraer Zeitungen 109 Artikel über Helmut Janka in denen 56 seiner Bilder vorgestellt wurden. In der Aktion "Janka" - von Dr. Holger Christel und Neues Gera angestoßen - wurden bis dato 412 seiner Gemälde gemeldet, darunter 300 Bilder über die Redaktion Neues Gera und 112 Bilder über andere Geraer Zeitungen. Aus der Familie Janka und in einigen anderen größeren Sammlungen sind bisher noch einmal 240 Bilder bekannt, so dass wir über 652 seiner Bilder Auskunft geben können. Größere Sammlungen gibt es in Jena, Gera, Wünschendorf, Hamburg, Albstadt, Krefeld, München und Kassel. Es gibt ein umfangreiches Frühwerk, besondere Gemälde zwischen 1944 bis 1949, eine starke, kreative Malphase um 1968 und ein Alterswerk.
Aus ganz Ostthüringen wurden Bilder gemeldet, aus Jena allein 50, ebenso aus Erfurt und Sangerhausen. Bildmeldungen kamen aber auch u.a. aus Hamburg, Dortmund, Stuttgart, Berlin, Rostock, Schwerin, Köln, Kassel und München, insgesamt aus über 100 Städten und Gemeinden. Die weitesten Bildmeldungen kamen von Herrn Höfer aus Vernamiege in der Schweiz und von der Familie Pochop aus Benecko im Riesengebirge in der Tschechischen Republik. Helmut Jankas Bilder lassen sich aber auch in Sachsen, Sachsen-Anhalt sowie in den USA, Kanada und den Niederlanden nachweisen. Ein von Helmut Janka bemaltes Schaukelpferd, ein Indianerschild und bemalte Fensterläden in Bad Klosterlausnitz zeigen die Experimentierfreudigkeit. Seine alte Staffelei auf der zentimeterdick die Farbe klebt, ist selbst zum Kunstwerk geworden.
Vier Ausstellungen haben den 100. Geburtstag des Künstlers, am 3. Juli 2009, zum Anlass genommen, um ihm die Ehre zu erweisen. In Niebra, Burkersdorf, im Kulturbund Gera und im Naturkundemuseum Gera wurden etwa 200 Werke des Geraer Landschaftsmalers ausgestellt. Im Naturkundemuseum Gera sahen sich über 1.800 Besucher sein lebendiges Werk an.
Die 98-jährige Frieda Grundmann aus Gera-Debschwitz war die älteste Teilnehmerin in der Aktion "Janka". Sie kaufte ihr Bild 1940 zu ihrer Hochzeit und besitzt es schon seit 70 Jahren! Es wurde 1935 gemalt.
Ein noch älteres Bild wurde uns aus Weida gemeldet. Es ist mit seinen 120 x 85 cm auf Leinwand zugleich das größte Bild. Dieses Bild "Am Lyngenfjord" malte Helmut Janka 1927 mit 18 Jahren nach einem Motiv des Malers Eckenbrecher. Bei einer Haushaltsauflösung in Weimar wurde es mitgenommen und landete in einer Trödelscheune in Kühdorf, wo es Familie Kühnel aus Weida schließlich entdeckte. Durch die Zeitungsaktion konnte es dem Geraer Maler zugeschrieben werden. Ein unbeschriftetes Foto aus Janka-Familienbesitz zeigt ihn 1927 vor eben diesem Bildmotiv sitzend. Es ist ein in jeder Hinsicht ungewöhnliches Bild.
Als beliebteste Motive stellten sich die Kalte Eiche (6 Bilder), der Blick auf Untermhaus mit Marienkirche (8 Bilder) und der Blick zur Wünschendorfer Holzbrücke mit Veitskirche heraus. Jedes Bild ist ein Unikat und immer wieder zu einer anderen Zeit aus einem anderen Blickwinkel heraus gemalt. Entlang der Weißen Elster wurden von Plauen bis hinter Crossen 86 Bilder ausfindig gemacht und von der Ostsee kennen wir, um nur zwei Beispiele zu nennen, 52 Bilder.
Ohne die Mitarbeit der interessierten Bevölkerung wären weder die Zeitungsaktion noch die Ausstellungen möglich gewesen. Sämtliche gezeigte Bilder finden sich in Privatbesitz. Ein Dankeschön geht an dieser Stelle ausdrücklich an die Redaktionen der Zeitungen und vor allem an alle Zeitungsleser die angerufen haben und ihr Bild und ihre Geschichten zur Verfügung stellten. Helmut Janka ist nicht vergessen, die Menschen leben mit seinen Bildern.

( Dr. H. Christel, 15.07.2010 )

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