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Neue Bewohner im Tierpark

Ein Löwe, ein Fisch und zwei Koalabären sind u.a. die neuen Bewohner des Geraer Waldzoos. Doch sind sie weder haarig noch geben sie Laute von sich und lebendig sind sie erst recht nicht. Es sind acht anmutende Holzskulpturen, darunter auch eine leuchtend rote abstrakte Figur, die einen Besuch im Tierpark nun noch lohnenswerter machen.
20 Jugendliche haben sich in den vergangenen Wochen und Monaten der kreativen Kettensägen- und Holzskulpturenkunst verschrieben. Während nun ein Teil im Martinsgrund verweilt, werden bald weitere Figuren an anderer Stelle öffentlichen Raum zieren.
Durch Kreativität und Motivation ins Arbeitsleben finden, das ist die oberste Prämisse dieses Geraer Projektes. Es heißt "Holz II - Handeln und Orientieren in der Lehr- und Zukunftswerkstatt" und begann im Juli des vergangenen Jahres. Gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds will es den Zugang zur Beschäftigung sowie soziale Eingliederung und Chancengleichheit junger Menschen verbessern. "Binnen zwölf Monaten wollen wir die persönliche Entwicklung und Integrationsfähigkeit der Jugendlichen steigern. Das Projekt setzt sich aus Qualifizierung und praktischer Arbeit zusammen. Sie erfahren allgemein bildende und fachbezogene Inhalte, zudem wird ihnen der Umgang mit entsprechenden Werkzeugen und Maschinen gelehrt", beschreibt Dozent und Anleiter Sascha Neudert die intensive Betreuung, welche den Teilnehmern zuteil wird, um ihre Motivation und Arbeitsbereitschaft zu verbessern.
Neben dem Diplom-Ingenieur für Holztechnik stehen den Jugendlichen eine Sozialpädagogin für Fragen und Hilfestellung im Umgang mit den Ämtern sowie Kettensägenkünstler Marcus Malik für die kreative Holzskulpturengestaltung zur Seite. "Ich gebe den Jugendlichen Tipps und zeige ihnen manchen Kniff, wie sie ihre Figur gestalten können", erklärte Malik.
Nicht aus den Augen lassen sollte man den Aspekt, dass die Jugendlichen nie zuvor mit einer Kettensäge gearbeit haben. "Die Teilnehmer werden im Umgang mit der Kettensäge geschult", verwies Neudert auf die Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr.
Das Projekt wendet sich an junge ALG II-Empfänger und wird von dem OTEGAU Arbeitsförder- und Berufsbildungszentrum getragen.

( Fanny Zölsmann, 09.07.2010 )

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