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Gefährlicher Job in 220 Metern Höhe

Auch wenn man sich streiten kann, ob die drei 220 Meter hohen Essen nun erhaltenswerte "Wahrzeichen" der Stadt, wichtige "Landmarken" oder eher hässliche "Dreckschleudern" sind - der Abriss der riesigen Schornsteine an der A4 ist in jedem Fall etwas ganz Besonderes. Wie verdammt hoch die Schlote von oben betrachtet wirklich waren, welchen beeindruckende Ausblicke sie gewährt haben und mit welch ausgeklügelter Technik und mutigem Körpereinsatz die Arbeiter der Spezialfirma dem meterdicken Beton zu Leibe gerückt sind, können die Geraer jetzt in einem spannenden Film sehen. Die Centauri GmbH Film- und Fernsehproduktion aus Gera zeigt ihren 30-minütigen Beitrag "Schwindelfrei und wetterfest" erstmals am 14. Juli, 21.15 Uhr, im MDR Fernsehen bei Thüringen Exklusiv.
"An der Langzeitdokumentation arbeiten wir seit 2008. In enger Absprache mit LEG und dem Abrissunternehmen TVF Altwerthatten wir die Möglichkeit, den Rückbau der Schornsteine aus nächster Nähe exklusiv verfolgen zu können", erklärt Produzent Marian Riedel. In diesem Sinne sei der Dreh etwas Einmaliges. Gemeinsam mit Kameramann Andreas Hüttig und Kameraassistent Hans Radschiner brach Marian Riedel innerhalb dieser zwei Jahre unzählige Male auf, um die gefährlichen Abrissarbeiten in luftiger Höhe zu begleiten.
"Wir haben anfangs gar nicht gewusst, was uns erwartet, welche brenzligen Situationen sich in dieser Höhe mit der schweren Kamera ergeben können. Schließlich sind wir bei jedem Wetter losgezogen", erinnert sich Andreas Hüttig.
Mit einer Zugplattform im Innern der Schornsteine ging es in anderthalbstündigen Fahrt nach oben. Da konnte es schon einmal vorkommen, dass Wind und Wetter plötzlich gedreht hatten und man den Plan ändern oder den Dreh ganz absagen musste. Um auch die Perspektive der Bauarbeiter einzufangen, wurde sogar eine spezielle Helmkamera gebaut. So sind die Zuschauer mittendrin, wenn ein Arbeiter den schmalen Betongürtel unter sich wegpickert oder ein anderer 200 Meter überm Erdboden außen an der Esse hängt und Verankerungen bohrt...
Da Vieles recht langsam vonstatten geht, wurde viel mit Zeitraffern gearbeitet. "Wir wollen schließlich auch verdeutlichen, wie der Abriss der drei Essen über die Monate, Jahreszeiten und Jahre hinweg das Gesicht unserer Stadt verändert", so Thomas Niemann, Geschäftsführer der Centauri GmbH. Auch eine versteckte Zeitrafferkamera liefert pro Tag sieben Bilder... Im Film integriert wurde auch Filmmaterial der Aktuellen Kamera der 80er Jahre, das den Aufbau des Heizkraftwerkes und die durch die Schlote erzeugte Luftverschmutzung eindringlich bezeugt.
Das Centauri-Team arbeitet bereits an einer DVD - in doppelter Länge und mit vielen Extras. Lust auf den Film macht auch ein Ausschnitt auf www.centaurifilm.de.

( Christine Schimmel , 09.07.2010 )

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