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Gera Mekka für Weltelite

Mit fast 615 Kilometer rollt vom 21. bis 25. Juli 2010 die Internationale Thüringen Rundfahrt der Frauen in ihrer 23. Auflage über Ostthüringens Straßen. "Von Anspruch und dem Zeitpunkt her, acht Wochen vor der Weltmeisterschaft, kommt mir die Rundfahrt gerade recht. Ich bin froh, dass diese wieder stattfindet", so Bundestrainer Frauen Thomas Liese, der als Aktiver schon gern in Thüringen die Männerrundfahrt gefahren ist und sich auch der Frauenrundfahrt eng verbunden fühlt, stammen doch seine Eltern aus Thüringen.
Während zahlreiche hochkarätige internationale Rundfahrten aus finanziellen Gründen in dieser Saison weggebrochen sind, ist es, trotz anfänglichen Problemen, gelungen eine Rundfahrt auf die Beine zu stellen, die die Weltelite des Frauenradsports nach Ostthüringen führt. Doch nicht nur auf dem Rennrad ist diesmal Frauen-Power angesagt. Mit Rundfahrtleiterin Vera Hohlfeld und der sportlichen Leiterin Fransiska Rippin ist die Rundfahrt nun auch stabsmäßig fest in Frauenhand.
"Wir haben uns große Mühe gegeben, den Kurs ebenso zuschauerfreundlich wie selektiv zu gestalteten", erklärt Rundfahrtleiterin Vera Hohlfeld. Die Olympiavierte von Atlanta 1996, die bei ihren insgesamt zwölf Thüringenrundfahrt-Starts sechs Etappensiege und einmal den zweiten Gesamtrang verbuchen konnte, war mit Koordinator Steffen Schumacher und Protokollchef Volkmar Lübeck viele Wochen auf Spurensuche zwischen Vogtland und Altenburger Land, um auf den sechs Runden sportliche Herausforderungen und Thüringer Gastlichkeit unter einen Hut bringen zu können.
Mit 133 km ist "Rund um Gera" am 21. Juli die längste Etappe. Startschuss für die 96 Fahrerinnen aus 17 Ländern ist um 13.45 Uhr in Geras "Guter Stube". Die erste Zieldurchfahrt, mit der dritten Sprintwertung, ist für 16.58 Uhr vorgesehen, die Zielankunft um 17.13 Uhr. Bis zur Ankunft der Radamazonen findet ab 13 Uhr ein vielseitig gestaltetes Rahmenprogramm statt.
Die Etappe selbst, die über Windischenbernsdorf, St. Gangloff, Stadtroda, Bad Klosterlausnitz, Bad Köstritz, Roben, Pölzig, Wildenbörten und Ronneburg führt, ist mit einigen giftigen Anstiegen sowie einer selektiven Schlussrunde gespickt. Von einer Soloankunft bis zum Sprint Royal ist hier alles möglich. Weitere Etappenorte sind Altenburg (20.7.), Greiz (22.7.), Schleiz (23.7./Einzelzeitfahren), Schmölln (24.7.) und Zeulenroda-Triebes (25.7.).
Im BDR-Trikot steht Hanka Kupfernagel, die olympische Silbermedaillengewinnerin und vierfache Crossweltmeisterin aus Neustadt/Orla, an der Spitze des deutschen Nationalteams. Die 36-jährige Thüringerin fährt dabei zum zwölften Male auf heimischem Rundfahrtkurs und über jenen "Tourgipfel", der nach ihr benannt wurde. Der Dörtendorfer Berg heißt seit ihrem Rundfahrtsieg 1999 im Volksmund nur noch "Hanka-Berg".
Belebend, dass endlich wieder ein Thüringer Sextett am Start ist. Das Team Jenatec Spanner Brennstoffe - gut dass sich hierzulande noch Sponsoren für den Frauenradsport erwärmen - wird betreut vom langjährigen Friedensfahrtkapitän Thomas Barth aus Gera.
Am Start auch die Vorjahressiegerin Linda Vilumsen. Die Dänin hat inzwischen die neuseeländische Staatsbürgerschaft angenommen, startet aber weiterhin für das Team HTC Columbia Women.
Deutschlands Superteam Noris Cycling - hervorgegangen aus der Equipe Nürnberger - hat mit Vizeweltmeisterin Trixi Worrack aus Cottbus und der aus Frankfurt stammenden Madeleine Sandig sowie der Etappensprinterin Angela Hennig drei heiße Eisen im Feuer.

( Reinhard Schulze, 01.07.2010 )

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