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Schlagzeilen der Woche

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Leuchtend liegen sie am Boden und mahnen daran, nicht zu vergessen

Nach vielen turbulenten Monaten u.a. beeinflusst durch die Umbenennung der Initiative "Stolpersteine in Gera" zur Interessensgruppe "Stolpersteine für Gera" konnte das gemeinsame Ziel, die Verlegung weiterer "Stolpersteine" realisiert werden. Anfang dieser Woche trafen sich die Mitglieder der Interessengruppe, um mit der Verlegung von elf Stolpersteinen für weitere der mehr als 500 jüdischen, damals in Gera lebenden Opfer des Nationalsozialismus ein sichtbares Zeichen zu setzen.
Gemeinsam mit dem Kölner Künstler Gunter Demnig wurden die Denkmale an drei ehemalige Wohnorte der NS-Opfer in den Gehweg eingelassen. Nun mahnt ein Stein in der Rudolf-Scheffel-Straße 18 an den einstigen kommunistischen Widerstandkämpfer Rudolf Scheffel. Er war Geschäftsführer der "Ostthüringer Arbeiterzeitung" und ab 1925 leitender Mitarbeiter des Verlags "Junge Garde" in Berlin. In dieser Zeit war er auch Mitglied des Zentralkomitees der KPD. Scheffel wurde wegen seiner Aktivitäten mehrfach von den Nationalsozialisten inhaftiert. Am 17. August 1943 wurde er vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt.
Am Johannisplatz sollen fünf Messingplatten den früheren Lebensmittelpunkt - das Textil-Kaufhaus - der jüdischen Kaufmannsfamilie Biermann symbolisieren. Ebenfalls fünf "Stolpersteine" wurden in der Blumenstraße 8 verlegt. Sie gedenken vor dem ehemaligen Wohnhaus dem jüdischen Ehepaar Sinenski und deren drei Kindern. "Damit werden erstmals Kinder bedacht, welches ein weiteres Anliegen der Interessensgruppe ist", erklärte der Sprecher Christian Hänse.
In den letzten zwei Jahren wurden in Gera zehn "Stolpersteine" durch Gunter Demnig entsprechend der Vorschläge und unter Mitwirkung der Mitglieder der heutigen Interessensgruppe "Stolpersteine für Gera" gelegt. Seit dieser Woche leuchten nun insgesamt 21 dieser Denkmale vom Gehweg empor und gedenken den Opfern des Nationalsozialismus.

( Fanny Zölsmann, 10.06.2010 )

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