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Oberbürgermeister Ralf Rauch zum neuen Jahr 2000

Liebe Bürgerinnen und Bürger!

Dieser Jahreswechsel ist ein besonderer. Denn vor uns steht nicht nur ein neues Jahr, sondern ein neues Jahrhundert, ja gar ein neues Jahrtausend. Seit Monaten schon stimmen uns die Medien auf den Millenniumswechsel ein, einige Zeitgenossen sind in einem regelrechten Millienniumsfieber. Ganz gleich, ob Sie sich etwas ganz Besonderes vorgenommen haben oder das neue Jahr im kleinen Kreis zu Hause empfangen: Ich wünsche Ihnen allen einen gelungenen Jahreswechsel! Dabei sollten Sie die Gelegenheit nutzen, um innezuhalten und sich fürs nächste Jahr zu orientieren. Setzen Sie sich persönliche Ziele und fassen Sie neuen Mut zu den Entscheidungen, die für Sie wichtig und sinnvoll sind.
Für unsere Stadt stehen im Jahr 2000 wieder viele wichtige Ereignisse an: neben traditionellen Festen und Höhepunkten wie dem Open Air "Alles Theater", dem Höhlerfest oder dem Brückenlauf können wir uns besonders auf das 1. Thüringer Landesturnfest im Juni freuen. Viel Interessantes versprechen nach dem furiosen Start in diesem Jahr wieder die Medientage GERAmedia im September. Lassen Sie mich dieses Stichwort zu einer kurzen Rückschau auf das vergangene Jahr nutzen: Das Jahr stand im Zeichen der Konsolidierung und konsequenten Vorbereitung der Höhepunkte für die nächsten Jahre. Dabei sind wir in der Ordnung der städtischen Finanzen weiter voran gekommen. Diese an sich positive Entwicklung bringt freilich auch mit sich, dass wir weniger investieren können als wir uns wünschen. Wie im privaten Bereich müssen wir als Mitglieder eines Gemeinwesens lernen, dass sich Wünsche nur schrittweise nach unseren Möglichkeiten realisiertenlassen. Immerhin: Viele wichtige Vorhaben der letzten Jahre, wie die Gera - Arcaden oder die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte gehören inzwischen selbstverständlich zum Stadtbild. Auch im Straßen- und Brückenbau gibt es viele gute Fortschritte. Nach Heinrichs- und Ochsenbrücke wurde inzwischen auch der Neubau der Friedensbrücke in Angriff genommen. Schließlich konnte auch die Zukunft der Berufsakademie gesichert werden. Damit verfügt Gera über eine moderne, zukunftsorientierte höhere Bildungseinrichtung. Diese Chance müssen und wollen wir nutzen! Auf all das Erreichte sollten wir stolz sein, ohne uns damit zufrieden zu geben. Wer anlässlich des 10. Jahrestages der politischen Wende in Erinnerungen geblättert hat, dem ist die enorme Entwicklung seit 1989 einmal mehr bewusst geworden. Dabei wird uns klar: Die Entwicklung unserer Stadt ist unser aller Verdienst. Stadtrat und Stadtverwaltung sind schließlich nur so stark, wie sie sich gemeinsam mit den Bürgern ihrer Verantwortung für unsere Stadt stellen. Kontroversen dürfen dabei nicht ausbleiben. Fehlende Kritik wäre ein schlechtes Zeichen, denn wo keine Kritik ist, steht es meist auch mit der Motivation nicht gut. So hat für mich konstruktive Kritik einen hohen Stellenwert und ist ausdrücklich erwünscht. Ich ermuntere Sie deshalb, weiter kritisch die Arbeit von Stadtrat und Stadtverwaltung zu begleiten.
Ein beispielgebender Prozess des Miteinander von Politik, Verwaltung und Bürgerschaft war die Diskussion um unser Stadtleitbild. Es ist außerordentlich wichtig, dass dieser Prozess fortgesetzt wird und wir die rund direkt beteiligten 200 Bürger regelmäßig über die Umsetzung der Maßnahmen zur Erfüllung des Leitbildes informieren. Die Arbeit am Leitbild ist ein besonders deutliches Beispiel für viele ehrenamtliche Initiativen unserer Bürger. Dieses freiwillige Engagement zum Wohle unserer Stadt hat in den letzten Jahren immer mehr zugenommen. In Hunderten von Sport-, Kultur- und anderen Vereinen, in sozialen Einrichtungen und ganz privaten Initiativen wird eine hervorragende Arbeit geleistet. Nicht zuletzt solche Arbeit motiviert immer wieder zu neuen großen Vorhaben. So sollen im Frühjahr 2000 die Arbeiten für eine neue Schwimmsporthalle beginnen. Dies wird vielen begeisterten Schwimmern in unserer Stadt wieder viel Geduld abverlangen, andererseits können sie sich aber auf eine neue, moderne Halle freuen. Im Bereich der Hofwiesen ist damit zugleich ein wichtiger sichtbarer Baustein für die Bundesgartenschau 2007 gelegt. Die Bundesgartenschau bleibt auch im nächsten Jahr eines unserer wichtigsten Ziele. Sie ist aber kein Selbstzweck, sondern Motor der Stadtentwicklung. Die Bundesgartenschau soll über Jahre die Aufmerksamkeit von Landes- und Bundespolitik sowie privater Investoren auf unsere Stadt lenken. Die BUGA gibt uns die Chance zu Entwicklungsschritten, die uns sonst kaum in Jahrzehnten gelängen. Dabei denke ich an die Sanierung unseres Theaters, die komplette Neugestaltung des Areals an der nördlichen Anschlussstelle zur Autobahn A 4, den Neubau oder die Sanierungen wichtiger Sportstätten wie der Panndorf - Halle und vieles mehr. Deshalb ist die Bundesgartenschau 2007 auch für mich persönlich das wichtigste Ziel der nächsten Jahre! Ich wünsche Ihnen ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2000. Herzlich grüße ich auch die Geraer Soldaten, die im Kosovo ihren Dienst verrichten, und ihre Familien sowie alle anderen Geraer Bürgerinnen und Bürger, die Weihnachten und Silvester nicht bei ihren Familien verbringen können.

Ihr
Ralf Rauch

( 23.12.1999 )

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