Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

"Es macht mich stolz, Ehrenpräsident sein zu dürfen"

Er hält nicht viel von großen Worten. Wer ihn kennt weiß, er ist mehr ein "Arbeitstier". Keiner der drei ehemaligen Präsidenten, wie auch der derzeitige Präsident wollten und wollen, ja können auf sein Fleiß und sein Engagement verzichten. So fiel es Norbert Kietzmann auch sichtlich schwer, die richtigen Worte zu finden, als er, von der Generalprobe der Sportlergala anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Stadtsportbundes Gera e.V., den Festsaal des Tanzsportzentrums in der Gaststätte "Heinrichsbrücke" betrat. Spontan erhoben sich die Gäste, die der Einladung des Stadtsportbundes zum Jubiläums-empfang gefolgt waren, um ihm, der ohne viel Aufsehens im Hintergrund des Geraer Sports agiert, einen fulminanten lang anhaltenden Beifall zu spenden. Im kommenden Jahr, wird er, so Dr. Rainer Wilms, Präsident des Stadtsportbundes Gera, als Anerkennung für seine langjährige Arbeit im Geraer Sport mit einer Sportdelegation in die USA zu einem Besuch der Geraer Partnerstadt Fort Wayne reisen.
Norbert Kietzmann ist gewissermaßen der Fels in der Brandung, doch dass der Geraer Sport längst in der Sportlandschaft Thüringens angekommen ist, dort eine der ersten Geigen spielt und mit Blick auf die zurückliegenden Jahre eine Erfolgsgeschichte geschrieben hat, daran haben eine Vielzahl von ehrenamtlichen Funktionären wie auch Sponsoren und Förderer tatkräftig mitgewirkt. Dennoch, so manche der Visionen haben sich als Illusionen erwiesen. So erinnerte Gerd-Reiner Milek, erster SSB-Präsident und heutiger Ehrenpräsident, an das wechselhafte Schicksal des ehemaligen Gebäudes in der Bahnhofstraße 16. Es sollte zu einem Haus des Sports entwickelt werden, doch Rückübertragungsansprüche ließen die Vision platzen. Das Haus war weg, was vorerst blieb waren die Schulden, die aber dann nach einem vierjährigen Rechtsstreit, mit Unterstützung des Landessportbundes Thüringen, getilgt werden konnten. Nur ein Beispiel von vielen, was aber auch zeigte, so der Ehrenpräsident, dass der Sport in Gera stark, stabil und trotz aller Probleme auch auf die Zukunft ausgerichtet ist. "Das geht nur, wenn man den Mut hat, Visionen zu entwickeln, ihnen zielstrebig nachzugehen. Dass dies in Gera gelungen ist, ist Euch, liebe Vereinsmitglieder zu verdanken und macht mich stolz, Ehrenpräsident eines solch starken Stadtsportbundes sein zu dürfen", so Gert-Reiner Milek. Und weiter: "Gescheiterte Visionen konnten den Sport nicht in die Knie zwingen. Im Gegenteil, wenn man daraus neue entwickelt, kann es den Sport voran bringen. Hoffnung ist ein Grundprinzip des Sports. Jeder Sportler trainiert in der Hoffnung erfolgreich zu sein. Niederlagen gehören zum Sport, aufstehen und weiterkämpfen ist unser Motto, das macht den Sport in Gera stark. Dies sag ich auch ganz deutlichen mit Blick auf das leidliche Problem Radrennbahn."
Vertreter von 37 bereits neu gegründeten und noch existierenden Betriebssportgemeinschaften und Vertreter von 15 Sportfachschaften trafen sich am 31. Mai 1990, im Club der Jugend und Sportler und gründeten den Stadtsportbund Gera e.V. Heute zählt der SSB Gera 110 Vereine mit 14.664 Mitgliedern. Im Dezember 1990 waren 7.442 Mitglieder in 25 Vereinen organisiert. Ohne das Ehrenamt wäre der Geraer Sport nicht dort wo er heute ist. "Darum erlaube ich mir als Ehrenpräsident an dieser Stelle an alle, ich betone an alle, Verantwortungsträger in Politik und Gesellschaft zu appellieren, die Achtung und Würdigung des Ehrenamtes niemals aus den Augen zu verlieren."

( Reinhard Schulze, 03.06.2010 )

zurück