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SRH Wald-Klinikum profiliert sich im Segment Ontologie

Nicht nur mit dem erst im Dezember eingeweihten "Haus am Wald" im Wald-Klinikum Gera will und kann die Heidelberger SRH Holding punkten. So präsentierte Dr. Thomas Wolfram, Vorstand Gesundheit, auf der kürzlich im Geraer Klinikum stattgefundenen Jahrespressekonferenz die erfolgreichste Jahresbilanz seit Bestehen des Konzern. Der Konzernumsatz stieg im Vorjahr gegenüber 2008 von 363,9 Millionen Euro auf 383,5 Millionen Euro.
Die SRH Kliniken GmbH umfasst drei medizinische Versorgungseinrichtungen, zwei Servicebetriebe und eine Reha-Klinik. Das erzielte Betriebsergebnis gab der Vorstand mit 31,4 Millionen Euro an. Im Vorjahr lag es bei 20,3 Millionen Euro. Das Umsatzwachstum lag 2009 gegenüber 2008 bei 5,4 Prozent. Von 2007 zu 2008 stieg es um 4,1 Prozent. Erzielt wurden die wirtschaftlichen Erfolge bei einem konstanten Personalbestand von 5.611 Mitarbeitern. Während die Mitarbeiterzahl im Suhler Klinikum leicht anstieg, gab es im größten von der SRH Holding in Thüringen betriebenen Haus in Gera einen Rückgang von 1.725 auf 1.674. Der Abbau der 51 Stellen beziehe sich, so Dr. Thomas Wolfram, allerdings nicht auf die unmittelbare Patientenbetreuung.
Von den insgesamt 2009 behandelten 227.635 Patienten der SRH Kliniken GmbH wurden allein 93.765 in der SRH Waldklinikum Gera gGmbH medizinisch betreut, das waren 7.600 mehr als im Vorjahr. Gestiegen von 50.205 auf 53.465 ist auch die Zahl der 2009 behandelten Patienten im ambulanten Bereich. Das Betriebsergebnis stieg von 7,07 Millionen Euro auf 15,17 Millionen Euro und der Umsatz von 127,6 Millionen Euro auf 137,4 Millionen Euro, was einem Zuwachs von 7,7 Prozent entspricht. Im Vorjahr lag die Rate bei 4,8 Prozent.
Nicht zu übersehen die umfangreichen Bauarbeiten, die jedoch nicht nur optisch zu spüren sind, sondern auch eine große Herausforderung für das Klinikpersonal wie auch für die Patienten darstellt. Im Oktober 2006 mit der Generalsanierung begonnen, folgten bis Ende 2009 die Übergabe und der Bezug des Diagnostikzentrums sowie das "Haus am Wald". Das alte Bettenhaus weicht dem Neubau Haus am Park. Im Visier der Gesamtfertigstellung das Jahr 2013.
Das Konzernkonzept scheint aufzugehen, was auch die Attraktivität für Führungskräfte aus macht. So hat sich im Unternehmen auch personell einiges geändert. "Ich habe mich vom Korsett des öffentlich rechtlichen Dienstes befreit", sagte Hans-Peter Jochum, Geschäftsführer des SRH Zentralklinikums Suhl, der wie Dr. Uwe Leder, Geschäftsführer des SRH Wald-Klinikums Gera, in diesem Frühjahr von der Jenaer Universität in die SRH Holding wechselte. Den lukrativen Angeboten von außen zeigt auch Dr. med. Hans-Joachim Hagemeier, Facharzt Gynäkologie im Medizinischen Versorgungszentrum Suhl, die kalte Schulter und lobte den unkonventionellen Führungsstil, wenn es darum geht, neues einzuführen. Eine Anerkennung für seine Bemühungen sieht der Facharzt in der bevorstehenden Zertifizierung des Beckenbodenzentrums.
Während in beiden Kliniken die Maximalversorgung gewährleistet ist, erfolgt in jedem Haus eine Profilierung auf Spezialgebiete. In Gera liegt der Schwerpunkt im Segment Onkologie. Mit dem Prostatakarzinomzentrum und dem Brustzentrum verfügt, nach Aussage von Dr. med. Jürgen Fülle, Chefarzt der Strahlentherapie, das Ostthüringer Klinikzentrum über optimale Behandlungsmöglichkeiten. So wird in Kürze ein neuer Linearbeschleuniger eingesetzt.
Zur Unternehmensphilosophie zählt auch die enge Kooperation zwischen den einzelnen Spezialgebieten, wobei der Arzt zum Patienten kommt und nicht der Patient über viele Kilometer zum Arzt muss, wie es Dr. Thomas Wolf auf den Punkt brachte.
Anders als in Gera musste in Südthüringen auf die drohende Unterversorgung mit niedergelassenen Ärzten reagiert werden. So wurden in Suhl und Schmalkalden Medizinische Versorgungszentren geschaffen - früher nannte man das Polikliniken, deren Auflösung, so Hans-Peter Jochum, ein großer Blödsinn war - und die Notdienstzentrale im Zentralklinikum angesiedelt.

( Reinhard Schulze, 27.05.2010 )

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