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"Auf älteren Fotos sieht man viel jünger aus"

Gera (NG). Unter dem Titel "Auf älteren Fotos sieht man viel jünger aus", Feste und Feiern in Gera 1960 - 2010, präsentiert das Stadtmuseum Gera vom 19. Mai bis 5. September eine Ausstellung mit Fotografien des bekannten Geraer Fotografen Frank Schenke. Gezeigt werden 65 Fotos, die das Feiern im öffentlichen Raum der Stadt Gera zwischen 1960 und 2010 darstellen. Frank Schenke hat in diesem Zeitraum eine große Anzahl Feste und Feiern im öffentlichen Raum fotografiert. Es sind große und auch kleinere Menschengruppen abgebildet, der Ort bildet gewissermaßen die Kulisse. Neben den Aktivitäten auf dem Markt oder auf den großen Festplätzen hat er auch immer wieder Menschen im Bild festgehalten, die gerade in einem Straßencafe "die Seele baumeln" oder sich ihr Bier schmecken lassen. Schenkes Aufnahmen sind somit Dokumente der Geraer Festkultur aus den letzten fünf Jahrzehnten. Zugleich dokumentieren sie auch Ereignisse, die die Geraer Stadtgeschichte prägten, wie die Bundesgartenschau 2007. Zahlreiche zeittypische Objekte wie Bekleidung und Tafelgeschirr aus den letzten Jahrzehnten ergänzen die Schau. Auf den ausgewählten Fotografien stehen die Menschen im Mittelpunkt. Die Geraer sind deshalb eingeladen, sich und ihre Verwandten oder Bekannten in der Ausstellung zu entdecken. Das Stadtmuseum freut sich auch über Besucher, die zu manchen Abbildungen zusätzliche Informationen liefern würden.
Die meisten Menschen feiern gern und ausgiebig. Gehört doch das gemeinsame Feiern ebenso zur Geschichte der Menschheit wie die Entwicklung der Sprache oder das zielorientierte Arbeiten. Waren es jahrtausendelang vor allem Rituale, die unsere Vorfahren feierlich begingen, so setzten sich im Mittelalter kirchliche Feiertage und Feste durch, die in der Gemeinschaft gefeiert wurden. Im 19. Jahrhundert kamen die Schützenfeste auf, die Menschen aus nah und fern anzogen. Später entstanden zahllose weitere öffentliche Feste, in deren Rahmen im großen oder kleinen Kreis gefeiert wurde und die jeweils eine spezielle Festkultur entstehen ließen.
Zu den seit Jahrzehnten bekannten Festen, die dem Charakter nach gleich geblieben sind, zählt z.B. der Weihnachtsmarkt. Andere Feste oder auch Rituale sind verschwunden, wie das in der DDR begangene Pressefest oder die mit dem 1. Mai verbundene obligatorische Maidemonstration. Ebenso werden aber auch immer wieder neue Feste etabliert und angenommen, so im Jahr 1991 das Geraer Höhlerfest und 2008 das Hofwiesenparkfest.
Die Ausstellung ist im Stadtmuseum, Museumsplatz 1, bis zum 5. September, Di-So und an Feiertagen 11 bis 18 Uhr geöffnet.

( 21.05.2010 )

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