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150 Jahre IHK Ostthüringen:150 Jahre Wirtschaftsentwicklung

Gera feiert einen ungewöhnlichen Geburtstag: Mit einer Festveranstaltung im Kultur- und Kongresszentrum wurde in dieser Woche das 150. Gründungsjubiläum der Industrie- und Handelskammer Ostthüringen zu Gera begangen - älteste Kammer in Thüringen und zugleich eine der ältesten in Deutschland. Vor über 1000 Gästen begrüßte dazu Kammerpräsident Dr. h.c. Lothar Späth Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur, an der Spitze Thüringens Ministerpräsidenten Dr. Bernhard Vogel und Wirtschaftminister Franz Schuster.
Lothar Späth erntete in seinen mit Humor und Optimismus vorgetragenen Ausführungen viel Beifall, als er nach einem kurzen historischen Exkurs zu den Wurzeln der Kammergründung das Fazit zog: Wir waren erfolgreich! In den 150 Jahren der Existenz in Ostthüringen hat die Kammer stets im Interesse der Unternehmer und für die Unternehmen gewirkt und ihre ganze Kraft für die wirtschaftliche Entwicklung der Region eingesetzt. In diesem Sinne werde sie als engagierter Dienstleister für ihre 34.500 Mitglieder auch in den nächsten Jahrzehnten tätig sein. Unter den 83 Industrie- und Handelskammern in Deutschland brauche sich die Ostthüringer Kammer zu Gera mit ihren, insbesondere nach der Wende erbrachten Leistungen für Bildung und Existenzgründung, nicht zu verstecken.
In diesem Zusammenhang würdigt Späth in herzlichen Worten das große Engagementder rund 100 Mitarbeiter der Kammer unter Leitung ihres Hauptgeschäftsführers Dr. Bernhard Strelow.
Bernhard Vogel überbrachte die Grüße und Glückwünsche der Landesregierung. Die Ostthüringer Kammer zu Gera habe stets mit Mut und Initiative die Interessen ihrer Mitglieder durchgesetzt. Ihre Arbeit, besonders seit sie von Lothar Späth geleitet wird, verdiene das Prädikat "effektiv", und sie selbst gebe das Beispiel für sparsames Wirtschaften. Vogel würdigte den Beitrag der Kammer für das Zustandekommen von 110 Gewerbegebieten in der Region. Die so wichtige Etablierung einer Berufsakademie in Gera werde demnächst per Gesetz bindend gemacht. Die Landesregierung befürworte auch eine Fachhochschule im Oberzentrum. Und sie werde nach Kräften tragfähige Projekte zur Buga 2007 unterstützen.
Unter dem starken Beifall der Veranstaltungsteilnehmer setzte sich Vogel vehement für den zweigleisigen elektrifizierten Ausbau der Mitte-Deutschland-Schienenverbindung ein. Es gehe letztlich darum, eine leistungsfähige Verkehrsachse zwischen der West- und der Ostgrenze Deutschlands zu schaffen. Um den Wirtschaftsstandort Thüringen attraktiver zu machen, sei auch der weitere Ausbau der A 4 und der A 9 sowie des Hermsdorfer Kreuzes unumgänglich.
Vogel fand auch ungeteilte Zustimmung, als er die hohe Belastung der Unternehmen durch Steuern und Abgaben beklagte. Die gegenwärtigen Gebühren und Beiträge für Wasser und Abwasser seien nicht länger hinnehmbar. Die Landesregierung werde gemeinsam mit den Kammern für eine vernünftige Lösung am Ball bleiben.

( NG/hb, 27.11.1999 )

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