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Sind Sie vorübergehend oder dauerhaft nicht in der Lage mobil zu sein?

Rund 5.000 Blinde und 15.000 sehbehinderte Menschen leben in Thüringen, wie viele davon konkret in Gera, ist nicht erfasst. Doch war sich der Ideengeber des "Mobillotsen in Gera" sicher, muss es doch einen Service für mobilitätseingeschränkte Bürger geben, damit diese auch weiterhin aktiv am öffentlichen und kulturellen Leben teilhaben können.
Eberhardt Tölke, Landesvorstandsmitglied des Blinden- und Sehbehindertenverband (BSVB) und selbst mobilitätseingeschränkt, trat vor zwölf Monaten mit seinem Anliegen an Udo Gantzke, Geschäftsführer der GVB, heran. "Nach zahlreichen Recherchen in anderen Städten, u.a. Leipzig und Dresden, stand für uns fest, dass wir hier in Gera auch einen Begleitservice für mobilitätseingeschränkte Menschen brauchen, um jene eben nicht aus dem öffentlichen Leben auszuschließen", so der Ideengeber.
Um dieses Projekt realisieren zu können, bedarf es einige Partner. Woher kommen die Begleitpersonen? Wie kann das Projekt finanziert werden? Wird der Service Erfolg haben? Einige dieser Fragen haben im letzten Jahr eine Antwort gefunden, so dass ab 1. März zehn Begleitpersonen, Servicekräfte der OTEGAU, gefördert von der ARGE SGB II, den mobilitätseingeschränkten Bürgern zur Seite stehen. "Sie werden dann Hilfestellungen auf dem Weg von der Wohnung bis hin zum gewünschten Zielort leisten. Die Mobillotsen stehen jedem Hilfebedürftigen, Senioren und dauerhaft oder vorübergehend eingeschränkten Bürger, z.B. durch ein Gipsbein, kostenlos zur Verfügung", erklärte Sozialdezernentin Christiane Neudert.
Seit Anfang Februar erfahren die zehn Begleitpersonen notwendige Schulungen durch den BSVB, den GVB und der Stadtverwaltung, um eine sichere und korrekte Hilfestellung zu garantieren. "Der Begleitservice wird ab 1. März montags bis freitags zwischen 8 und 20 Uhr angeboten. Anmeldungen sollten jedoch möglichst bis einen Tag vor der gewünschten Begleitung unter ( 8381940 oder online auf www.gvbgera.de/mobillotse eingehen. Für die Begleitperson ist die Fahrt im Rahmen des Service kostenlos", so Gantzke. Sind die Begleiter nicht im direkten Einsatz, werden sie die Fahrgäste an der Umsteigestelle Heinrichstraße bei Problemen unterstützen. "Sie werden leicht an ihrer schwarzen Jacke oder Weste mit dem Logo ‚Mobil-Lotse‘ erkennbar sein", so der GVB-Chef.
"Doch soll der neue Dienst keineswegs eine Konkurrenz zu den Behindertenfahrdiensten sein", bekräftigt Tölke.
Ob der Service Erfolg hat, soll nach fünf Monaten überprüft werden, um dann gegebenenfalls eine längerfristige Zusammenarbeit entwickeln zu können.

( Fanny Zölsmann, 18.02.2010 )

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