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Wieder ein Stück Kunsthaus mehr

"Der erste Eindruck: Es ist ein ambitiöses Vorhaben", bekannte Thüringens Bauminister Christian Carius nach seinem ersten Rundgang in der ehemaligen Landeszentralbank und dem zukünftigen Kunsthaus. Er übergab an Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm einen Fördermittelbescheid in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro und fand es "positiv, wenn eine Stadt sich solche Aufgaben stellt". Die Stadt, die das leerstehende Gebäude für zwei Millionen gekauft hat, hat damit drei Viertel der Kaufsumme in der Tasche. Zwar hat der Minister zunächst keine Zusagen für weitere Fördergelder gegeben, doch der OB wertet die Förderung als ein verbindliches Bekenntnis des Landes zu dem Projekt und als einen ersten Schritt zum Erfolg.
Das Gebäude wurde 2001 für 24 Millionen errichtet. Doch bereits 2004 hatte es für die Landeszentralbank, die umstrukturiert wurde, ausgedient. 3.000 Quadratmeter, bestens ausgerüstet mit Tresor, hohen Räumen und Klimaanlage, die seitdem leer standen. Errichtet hatte das Bankhaus der englische Architekt David Chipperfield, der sich mit dem Neuen Museum Berlin und dem neuen Folkwang-Museum Essen auch einen Namen bei Museumsbauten gemacht hat. Doch bis die Idee, aus der komfortablen Investruine ein Kunsthaus zu gestalten, konkrete Formen annahm, verging noch einige Zeit. Es gab viel Für und Wider bis dann auch der Stadtrat zugestimmt hat. Der Umbau wird etwa 8,5 Millionen Euro verschlingen. Das ergab eine Studie, die die Stadt im Büro von David Chipperfield in Auftrag gegeben hatte. Der Oberbürgermeister hofft auf weitere Fördergelder, vor allem aus dem Topf der Städtebauförderung. Aber wie Bauminister Carius bemerkte, müssten auch andere ran, wie zum Beispiel das Kultusministerium.
Das Konzept des künftigen Kunsthauses sieht eine Ausstellungsfläche von rund 1.400 Quadratmetern vor. Die Pläne sind sehr ehrgeizig, denn am 2. Dezember 2011, dem 120. Geburtstag von Otto Dix, soll es eröffnet werden. Gera will dann ihrem größten Sohn ein Aufsehen erregendes Denkmal setzen und international bekannt werden. Otto-Dix-Werke haben weltweit in der Kunstszene Millionenwert. Die Kunstsammlung Gera hat ein großes Potential an Dix-Bildern, aber auch die Otto-Dix-Stiftung Vaduz soll mit ins Boot geholt werden. Das einstige Bankgebäude jedenfalls bietet in Sachen Sicherheit beste Voraussetzungen. Aber nicht nur Otto Dix soll ausgestellt werden, auch andere Werke berühmter Künstler und Avantgardisten aus aller Welt erhalten in Gera Raum für Ausstellungen. Die Bauarbeiten sollen Ende des Jahres beginnen.

( Helga Schubert, 18.02.2010 )

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