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Suche nach Engagement

Millionen von Bürgern, darunter eine Vielzahl junger Menschen, engagieren sich ehrenamtlich und freiwillig im sozialen, kulturellen, politischen und ökologischen Bereich. Sei es in Organisationen oder Vereinen, bei Demonstrationen oder Initiativen. Das Ziel dieses Engagements ist dabei klar definiert. Meinungen, Standpunkte, Wertevorstellungen zum Ausdruck bringen, um eine Veränderung in ihrer Stadt, Region oder Gemeinde zu erzielen. Vor allem diese freiwilligen Aktionen spiegeln den Wunsch nach Bewegung innerhalb der Gesellschaft wider. Nicht nur in Deutschland werden Jahr für Jahr hunderte Bürger aktiv.
Die Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar startete eine Deutsch-Französisch-Bosnische Fortbildungsreihe an der Jugendliche im Alter von 20 bis 27 Jahren aus den drei Ländern teilnehmen. Unter dem Motto "Was kann ich tun? - Junge Leute in ihren Gesellschaften - Was können sie tun, um sich den globalen und lokalen Herausforderungen zu stellen?" werden die Teilnehmer die lokale Situation und Bürgerinitiativen im jeweiligen Land kennen lernen.
"Als Beispielregion haben wir für Deutschland Thüringen, für Frankreich Limoges und für Bosnien-Herzigowina Stolac ausgesucht. Limoges und Thüringen ähneln sich in ihrer landschaftlichen, gesellschaftlichen, geografischen und wirtschaftlichen Situation. So dass eine Vergleichssperspektive auch möglich ist. Beide haben wenig Großstädte, viele Jugendliche, die abwandern und hohe Arbeitslosenzahlen. Für Stolac spricht ungefähr das gleiche, nur das hier die Spuren des Krieges hinzukommen. Erst seit zehn Jahren herrscht Frieden. Diese Jugendlichen ist die Generation des Aufbaus. Gerade für sie ist es wichtig, zu sehen, wie man als Bürger aktiv werden kann", erklärt die Projektverantwortliche Marta Kurek.
In der vergangenen Woche verweilten die Jugendlichen in Thüringen. In dieser Zeit lernten sie zahlreiche Initiativen in und um Weimar kennen und kamen mit aktiven Jugendlichen ins Gespräch. "Neben Weimar wollten wir aber auch eine zweite Stadt und ihr bürgerliches Engagement kennen lernen. Wir haben uns für Gera entschieden. Gerade hier ist in den letzten Jahren viel passiert, Gera hat sich unheimlich verändert und ist lebendig geworden", so Kurek.
Hier in Gera haben sich die Jugendlichen u.a. das ehrenamtliche Engagement und die wertvolle Jugendarbeit im Jugendclub CM in Bieblach angeschaut. Am Ende der Woche wurde ein Fazit gezogen, dass interessanter und gemischter hätte nicht sein können. "Die Franzosen waren total begeistert. Solch‘ ein komplexes Jugendzentrum und so eine gezielte und geplante Jugendarbeit gibt es in Frankreich gar nicht. Es gibt lediglich ein paar Initiativen, die von kommunaler Ebene aus organisiert werden. Die Jugendlichen aus Bosnien kennen gar keine Jugendarbeit. Für sie war es wichtig zu erfahren, wie Jugendarbeit funktionieren kann. Gerade zehn Jahre nach dem Krieg sitzen die Jugendlichen auf der Straße und es gibt keinen, der sich um sie kümmert. Solch‘ ein Zentrum wäre für sie Luxus. ", resümiert Kurek.
Im Juli werden die Jugendlichen Stolac und im September Limoges besuchen, um dort auf die Suche nach Initiativen mit bürgerlichem Engagement zu gehen.

( Fanny Zölsmann, 11.02.2010 )

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