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Beste Pflege und Wohlfühlen im Heim

Es war schon rührend wie die Sangesgruppe mit freudiger Stimme das Lied "Schön ist die Jugend" anstimmte oder bei "Trink ´mehr noch e Tröppche" zum Schmunzeln anregte. Ein paar Brummtöne waren auch dabei, aber was zählte, war der Mut, die Geburtstagsfeier - neben dem professionellen Ensemble Dix - mit einem kleinen Programm auszugestalten. Und dafür gab es auch viel Applaus aller Gäste, denn die Sängerinnen und Sänger waren 70, 80 Jahre alt und noch älter, und alle wohnen im Seniorenpflegeheim "Kurt Neubert". Es feierte in diesen Tagen sein 30-jähriges Bestehen. Zur Geburtstagsrunde, die von Wolfgang Reuleke, Geschäftsführer der Geraer Heimbetriebsgesellschaft (HBG), herzlich begrüßt wurde, gehörten auch die drei Bewohnerinnen Ottilie Neufurth, Helga Thaut und Else Wießner (sie konnte aus gesundheitlichen Gründen leider nicht an der Feier teilnehmen), die von Anfang an in dem Heim lebten. Herzlich begrüßt wurde auch Winfried Neubert, der Sohn des antifaschistischen Widerstandskämpfers Kurt Neubert, dessen Namen das Heim 1986 erhielt.
Wolfgang Reuleke erinnerte an die Geschichte des Hauses, das 1980 als erstes kombiniertes Feierabend- und Pflegeheim in dem Neubaugebiet Gera-Lusan eröffnet wurde. Damals standen insgesamt 405 der begehrten Heim- und Pflegeplätze zur Verfügung. Von den damaligen 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind noch heute sieben in der Einrichtung tätig. Nach der Wende kam es durch neue gesetzliche Bestimmungen zur Umstrukturierung und mit der Gründung der Heimbetriebsgesellschaft 1993 zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen. 1992 wurde der Wachkoma-Bereich als einer der vier Thüringer Regionalzentren im Neubert-Heim eingerichtet. In dem Zusammenhang dankte er der langjährigen Leiterin Traudel Schlotter, die sich dafür eingesetzt hat.
Als einen bedeutenden Schritt zur weiteren Verbesserung der Pflegebedingungen nannte der HBG-Geschäftsführer die Jahre 2004 und 2005. Mit Unterstützung des Bundes und des Landes sowie mit Eigenmitteln konnte die Einrichtung komplett umgebaut werden. Heute verfügt das Pflegeheim über 160 Einzelzimmer. Um das Wohl der Insassen kümmern sich 105 Pflege- und technische Kräfte, darunter sechs Auszubildende. Seit Oktober 2008 leitet Petra Berndt die Einrichtung in der Kahlaer Straße in Lusan. Sie wertete die 99-prozentige Auslastung als Zeichen der Anerkennung und Zufriedenheit. Sie freue sich, dass sich die sangesfreudigen Heimbewohner an die Öffentlichkeit getraut haben, denn der wöchentliche Singnachmittag gehöre ebenso wie die tägliche Gymnastik, die Gesellschaftsspiele und die Gesprächsrunden zu den therapeutischen Angeboten wie auch der Faschingauftakt, der Grillnachmittag, das Herbstfest oder die Weihnachtsfeier. Ihr Dank galt der Gruppe und besonders dem Heimbewohner Reinhold Bauer, der eigene Gedichte vortrug sowie der Pflegedienstmitarbeiterin Renate Lange und den anderen Pflegedienstkräften, die das Programm einstudiert haben.
OB Dr. Norbert Vornehm überbrachte die Glückwünsche der Stadt und freute sich auch über die "Ureinwohner", die von Anfang an in dem Heim wohnen. 40 Bewohner seien über 90 Jahre und drei über 100 Jahre, betonte er voller Hochachtung. Die Veränderung des Stadtbildes Gera-Lusan, werde auch von dem Heim mitgetragen. Es passe sich gut an und stelle einen selbstverständlichen Übergang vom Wohnen zum Heim dar.

( Helga Schubert, 11.02.2010 )

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