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Radball geht ins Jubiläumsjahr

Sollte man in Gera jetzt das "Rad" - genauer gesagt: Radball - neu erfinden? Für 2010 wäre das vielleicht passend. Stuttgart wird vom 26. bis 28. November Gastgeber der diesjährigen UCI-Weltmeisterschaft im Hallenradsport mit Startern aus voraussichtlich 20 Nationen sein. Deutsche gehören immer zu den Favoriten auf WM-Titel. Könnte es damit einen ähnlichen Werbeeffekt geben, wie nach den Welttitelkämpfen der Fuß- und Handballer in Deutschland? Zudem steht man hierzulande ja bald vor dem Hundertjährigen dieser Sportart.
Die Berliner Brüder Paul und Otto Lüders gelten als erste deutsche Radballer, weil sie das Spiel am 10. März 1901 der Öffentlichkeit vorstellten. Im Grunde geht es auf Ideen des amerikanischen Kunstradfahrer Nicolas Kaufmann zurück, der einst am 14. September 1883 für eine Varieté-Premiere mit seinem Partner John Featherly sorgte. Sie saßen wohl noch auf Hochrädern und trieben einen Poloball. Das andere Radeln wurde recht schnell populär in Europa.
Heute frönen deutschlandweit Mann und Frau den Disziplinen des Hallenradsports von Radpolo bis Kunstradfahren und eben im Radball in über 180 Vereinen. In Gera beziehen sich Angaben auf 1925. Damals entstand eine Sportgruppe in der Radfahrgemeinschaft mit Männern, Kindern und einer Frau. Richtig aufgearbeitet ist diese Geschichte allerdings noch nicht.
Bei unseren nahen anhaltinischen Nachbarn oder um Altenburg gibt es eine traditions- und erfolgreiche Szene bis hin zur 1. Bundesliga. Davon haben die Geraer mit Trainer Frank und Spieler Sebastian Hartmann aus Zeitz auch profitiert. Die derzeit bei der Ostvorstädtischen Turngemeinschaft 1902 e.V. angesiedelte Abteilung ist dennoch eher geschrumpft. Die erste Mannschaft musste den Abstieg aus der Verbandsliga hinnehmen. Und sehr oft sind eigene Wettkämpfe gerade nicht zu beobachten. Obwohl für etwaige Interessenten verschiedener Altersklassen im Umland sicher Gelegenheit wäre. Apropos: Der vierte Spieltag der Bezirksliga Ost ist ein Heimturnier der OTG 1902 Gera. Am Sonnabend, 6. Februar, kann man ab 10 Uhr gleich ein Dutzend Spiele der unmittelbaren Tabellennachbarn erleben. Die werden (bei insgesamt sechs solcher Spieltage) nunmehr vorentscheidend sein für das Vorhaben Wiederaufstieg.
Die erste Mannschaft liegt hinter Langenwolschendorf 3, punktgleich vor Langenwolschendorf 4, auf Rang zwei. Die Gastgeber sollten gewisse Heimvorteile zu nutzen versuchen. Denn diesen Platz müsste man wahren, wenn man die Aufstiegsrunde am 8. Mai in Saalfeld erreichen will. Immerhin haben die Geraer am ersten Turniertag sogar die jetzigen Spitzenreiter knapp geschlagen. Ob nun OTG’s Zweite in der gleichen Staffel dazu Schützenhilfe leisten kann, wäre eine andere Frage zu den anstehenden Partien in der Sporthalle Ossel. Zwei Duos aus Saalfeld komplettieren am Sonnabend, 6. Februar, das Feld. Praktisch stehen die Holger Kujau /Sebastian Hartmann, Rene Frankowiack /Adrian Kulas und Co. ordentlich in der Pflicht, um sich eine gute Ausgangsposition für die Turniere am 6. März bei den "Lawos" und am 14. April nochmals in eigener Halle zu schaffen.
Übrigens: Welche technischen Erfindungen oder Lösungen den schnellen, spannenden und gelegentlich artistisch anmutenden Sport möglich machten, kann man sich zum Heimspieltag sicher gut erklären lassen. Vielleicht traut sich auch jemand auf die sehr speziellen Räder mit der direkten Übersetzung zum Vorwärts- und Rückwärts-Fahren und der dazu benötigten Art von Gleichgewichtsbalance.

( Thomas Triemner, 05.02.2010 )

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