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Mit Kostüm und Anekdoten auf Geras Vielfalt aufmerksam machen

"Es riecht nach Arbeit" haben die Gästeführer Region Gera e.V. in diesem Jahr den Welttag der Gästeführer am Sonntag, 21. Februar, überschrieben. Unter diesem Motto wollen sie den Tag in Gera organisieren und vier kostenlos geführte Touren durch die Stadt anbieten. Um zehn Uhr geht es auf den Spuren der Feuerwehr durch die Innenstadt, 11 Uhr startet die traditionelle Tour u.a. Richtung Reichsstraße und Villa Hirsch. Um 13 Uhr wird ausgehend vom Rathaus die Geschichte der Ratsherren erläutert und um 14 Uhr schließlich die Historie der Straßenbahn in den Blick genommen. "Jeweils ein anderer Gästeführer leitet die Rundgangteilnehmer innerhalb einer guten Stunde thematisch durch Geras Straßen und unterhält mit geschichtlichen Fakten und lustigen Anekdoten", verrät Karin Schumann vom Verein Gästeführer Region Gera. Der Ablauf der Programme werde derzeit noch detailliert ausgearbeitet und liege dann in der Touristinformation im H35 aus.
Im November 1999 starteten zehn Gründungsmitglieder die Vereinsarbeit und wurden schon im Jahr darauf Mitglied im Bundesverband der Gästeführer Deutschlands. 2004 wurde der erste Lehrgang für die Stadtführer organisiert, 13 von 17 Teilnehmern bestanden die Ausbildung und sind auch jetzt noch alle dabei. Zwei Jahre später lief der zweite Durchgang, damals schafften nur acht von 19 Teilnehmern die Prüfungen. "Die geforderte Mischung aus gutem Auftreten, rhetorischen Fähigkeiten, Allgemeinwissen und dem Vermögen mit Menschen umzugehen ist nicht so einfach", weiß Karin Schumann aus Erfahrung. Für die derzeit 25 Mitglieder des Vereins biete man jedes Jahr Weiterbildungen an, um den Gästeführern immer wieder Input zu geben, der ihre Touren bereichern kann. "Im BUGA-Jahr 2007 waren rund 45 Stadtführer im Einsatz, dass war ein Rekord", so Schumann. Dem großen Andrag der rund 30.000 Besucher konnte man zeitweilig nicht Herr werden - obwohl fast 3.200 einzelne Touren stattfanden. Auch heute noch ist die ehemalige BUGA-Tour im Programm und führt nun unter dem Titel "Parks & Gärten" durch Hofwiesenpark, Küchengarten und Dahliengarten. Ebenso wurde die zur EXPO aufgelegte Wismuttour umgewandelt und besucht nun verschwundene Dörfer. In Zusammenarbeit mit dem Gera Tourismus e.V., Hotels, Gaststätten und Museen erarbeiten die Gästeführer die Touren für Geraer und Gäste. "Vor allem unsere Kostümführungen sind sehr beliebt", so Schumann. Dabei schlüpfen die Gästeführer in zu ihrer Tour passende Verkleidungen und entführen Reisegruppen stilecht in die Vergangenheit, u.a. "Ratsassessor Krause" und der Nachtwächter. Auch eine Hofdame gibt in ihrem "Plauderstündchen" Anekdoten zum Besten und klärt über die bewegte Geschichte der Reußen auf. Ein besonderes Highlight ist auch die "Gersche Fettgusche", die keck angezogen und in Gerscher Mundart Geschichten zur Stadtapotheke, der Blut-Elle, den großen Stadtbränden oder dem Halben Mann zu erzählen weiß. "Die Kostüme stellt uns freundlicherweise das Geraer Theater kostenfrei zur Verfügung", betont Gästeführerin Karin Schumann.
In diesem Jahr habe man in Voraussicht des 120. Geburtstages von Otto Dix 2011 eine Dix-Tour entwickelt, die in zwei Varianten zu buchen ist. Einerseits ganz traditionell über die Zeit des Malers in Gera, zum anderen durch die Augen seiner Lieblingsschwester Hedwig über seine Jugendjahre. Auch eine dritte Idee ist noch in Planung: Bald sollen Geraer und Touristen auch die Möglichkeit haben, an Orten und Plätzen, die mit Otto Dix zu tun haben, selbst zu malen und zu zeichnen. Insgesamt wolle man dem Trend wachsender Nachfrage nach besonderen Stadtführungen nachkommen. "Im Jahr nach der BUGA haben wir uns auf mehr als 400 Touren pro Jahr eingependelt", betont Schumann.
In Zukunft wolle man für die Geraer vermehrt attraktive Angebote in der näheren Umgebung machen und Bürger und Gäste mit Schwarzbier-, Höhler-, Kneipen-, Bauhaus- und Villentouren weiterhin auf die Vielfalt Geras aufmerksam machen.

( Christine Schimmel , 05.02.2010 )

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