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Nachhaltig Armut bekämpfen

Im Rahmen der "Thüringer Initiative zur Integration und Armutsbekämpfung mit Nachhaltigkeit" (TIZIAN) wurde eine neue Anlaufstelle "Familien- und Arbeitskompetenz-Service" (FAKS) für Empfänger von Arbeitslosengeld II geschaffen. Diese bündelt alle Hilfsangebote und berät entsprechend. Träger dieser Beratungstelle ist die OTEGAU Arbeitsförder- und Berufsbildungszentrum Ostthüringen/Gera. "Wer Familie verantwortlich leben und gestalten will, benötigt vielfältige Fähigkeiten. Um mit diesen hohen Anforderungen zurecht zu kommen, brauchen Familien soziale und berufliche Integration und Unterstützung", meint OTEGAU-Geschäftsführerin Roswitha Schmeller.
Gemeinsam mit Heike Taubert, Thüringer Ministerin für Soziales, Familien, Gesundheit und Sozialdezernentin Christiane Neudert, gab Schmeller den Startschuss. "Um insbesondere Alleinerziehende auf dem Weg aus der Hilfebedürftigkeit wirksam begleiten zu können, soll ein ganzheitliches Informations-, Bildungs-, Beratungs- und Hilfsangebot geschaffen werden, das frühzeitig einsetzt und Familien in vielfältigen Lebenssituationen begleitet und insbesondere in schwierigen Situationen unterstützt", so die Sozialministerin.
Neben drei Ausbildern werden sich zwei Sozialpädagogen in den nächsten elf Monaten um derzeit 42 Alleinerziehende kümmern, die es allein nicht mehr schaffen ihre berufsspezifischen und persönlichen Stärken und Schwächen zu erkennen und dadurch ihre berufliche Entwicklung unter Berücksichtung ihrer familiären Pflichten zu organisieren. "Mittels eines Wochenplans werden wir den Teilnehmern neben 20 Hauswirtschaftsstunden, die u.a. Nahrungszubereitung, Textilien reinigen und pflegen sowie Betreuung verschiedener Personengruppen beinhalten, 15 Stunden pro Woche für alltagsmeisternde Aufgaben, Problembewältigung und Coaching für berufliche und soziale Integration zur Seite stehen. Zusätzlich finden drei Stunden pro Woche spezielle Themenveranstaltungen u.a. zu Bewerbungstrainings, Kindererzehung und rechtliche Grundlagen statt", erklärt Sozialpädagogin Mandy Berg.
Derzeit leben in Gera rund 1.300 Alleinerziehende, davon sind rund 550 arbeitslos. "Insgesamt wollen wir 60 Teilnehmern die Chance geben, sich unter Gleichgesinnten zu bewegen, sich Kenntnisse anzueignen, Probleme zu lösen, um so einen Wiedereinstieg ins Berufsleben zu finden", so stellvertretende Geschäftsführerin der ARGE SGB II Bettina Johannes. In den nächsten Monaten werden weitere Alleinerziehende an FAKS teilnehmen.
Dieses Projekt wird durch das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und von der ARGE SDGB II Stadt Gera gefördert. Thüringenweit gibt es derzeit 37 TIZIAN-Projekte bei 31 Trägern. Damit stehen rund 1.200 Teilnehmerplätze zur Verfügung, rund 2.000 Kinder können dadurch betreut werden.

( Fanny Zölsmann, 05.02.2010 )

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