Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Sport im Schulprofil verankern

Was einst einem Sprung in das kalte Wasser nahe kam und nicht selten von kritischen Stimmen begleitet wurde, ist mittlerweile zur Normalität geworden. Während die Bildung einer Fußballklasse, damals am Goethe-Gymnasium, auf Dauer nicht von Erfolg gekrönt war hat sich der vor drei Jahren erneut gestartete Versuch eines gemeinsamen Lernens von sportinteressierter Schülerinnen und Schüler in sportorientierten Klassen bewährt. Die dabei in den Grundschulen Otto-Dix und Bergschule sowie für die Regelschulen in der Ostschule gesammelten Erfahrungen, sollen nun Eingang finden in den Gymnasialbereich. Eine sportorientierte Klasse für die Fünftklässler wird es mit Beginn des Schuljahres 2010/11 am Zabelgymnasium geben, so dass Ergebnis der gemeinsamen Beratungen zwischen dem Fachdienst Bildung und Sport der Otto-Dix-Stadt, des Schulamts Gera-Schmölln sowie des Stadtsportbund Gera.
Allein die Anwesenheit von Schulleiter und Oberstudiendirektor Wilfried Martin unterstrich die Bereitschaft des Zabelgymnasiums der Förderung sportbegeisterter Schülerinnen und Schüler über die Bildung sportorientierter Klassen eine noch größere Chance zu geben, um sich sportlich zu profilieren. Das Schulleitung und Lehrerschaft mehr als ein Herz für den Sport haben, ist den Sportvereinen hinlänglich mehr als bekannt, dennoch dringt Wilfried Martin mit unmissverständlich Klarheit darauf, dass damit das Zabel-Gymnasium nicht den Anspruch eines Sportgymnasiums erhebt. Im Vordergrund steht auch weiterhin der erfolgreiche Abiturabschluss.
Vor den Vertretern der Sportvereine warb Thomas Czekalla, Sportlehrer am Zabel-Gymnasium, mit einem Konzept. Die Bildung sportorientierter Klassen basiert auf der Verankerung des Sports im Schulprofil. Begonnen werden soll in der Klassenstufe 5 mit zwei zusätzlichen, damit fünf Unterrichtsstunden Sport. Zu gewährleisten ist ein flexibler Übergang zwischen Schule und Sport wie auch die Anpassung an die Rahmenbedingungen der Schule. Die Zusammenarbeit zwischen Schule und den beteiligten Sportvereinen basiert auf einer jährlich abzuschließenden Vereinbarung. Die wöchentliche Gesamtstundenzahl erhöht sich für die Schüler von 30 auf 32 Stunden. Der Unterricht endet an drei Tagen um 13.10 Uhr und nach der Mittagspause wird eine begleitende Hausaufgabenzeit angeboten. An zwei Tagen verlängert sich die Unterrichtszeit auf 14.15 Uhr.
Angestrebt wird, so Thomas Czekalla, als Ideallösung, den Sportunterricht komplett in den Stundenplan einzubauen. Über die zusätzlichen beiden Sportstunden soll unter anderem an der Verbesserung der konditionell-athletischen Voraussetzungen gearbeitet werden. Die spezifische Ausbildung verbleibt, wie bisher in den Sportvereinen.
Was nun noch fehlt, sind die sportinteressierten Schülerinnen und Schüler. In einem waren sich alle Anwesenden einig, dass vor allem auch die Eltern diesen vorgegebenen Weg mit tragen müssen. Sind sie es doch, die letztlich über die weitere Schullaufbahn ihrer Kinder entscheiden. Interessierte Eltern sollten den Tag der offenen Tür am Zabel-Gymnasium am Sonnabend, 20. Februar, gemeinsam mit ihren Kindern zur Information nutzen. Wer diesen Termin nicht wahrnehmen kann, denen bietet der Schulleiter an, mit ihm persönlich Kontakt aufzunehmen.
Voraussetzung für das Gelingen des Projektes sei es, so Wilfried Martin, dass sich unter den künftigen Fünftklässlern rund 20 Sportinteressierte finden, denn nur dann macht die Bildung einer speziell sportorientierten Klasse Sinn. Unterrichtet werden die Fünftklässler im Haus des ehemaligen Schillergymnasiums. Erreicht werden konnte auch, so Bernd Kriebitzsch, Fachdienstleiter Bildung und Sport, dass anfallende Fahrkosten für den längeren Schulweg durch die Stadt übernommen werden.
Fortführung im Schuljahr 2010/11 findet auch die Talentförderung/Sportorientierte Klassen im Grund- und Regelschulbereich an den oben bereits genannten Standorten. Wie groß das Interesse sei, davon konnte Hans-Jürgen Voit, Schulleiter der Ostschule berichtet, wo es in diesem Schuljahr sogar zwei fünfte Klassen für sportinteressierte Schüler gibt.

( Reinhard Schulze, 29.01.2010 )

zurück