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Die grüne Lunge läßt grüßen

Gera ist reich, zumindest an Bäumen. Sie ist in Thüringen eine von sechs Kommunen, die einen eigenen Wald besitzt und einen eigenen Revierförster beschäftigt. Der Geraer Stadtwald hat eine Fläche von 751 Hektar und bildet nicht nur eine ansehnliche Kulisse um die Stadt, sondern hat als grüne Lunge eine wichtige Funktion bei der Reinhaltung der Luft oder als Klimawächter. Natürlich hat er auch eine wirtschaftliche Funktion, aber reich könne die Stadt davon nicht werden, die Erträge seien kaum spürbar, dennoch ist OB Ralf Rauch froh, so einen großen Wald zu besitzen. Er möchte ihn gern noch vergrößern. Und wünscht sich eine Waldfläche von etwa 1000 Hektar. "Aber das aufzubauen, ist eine Tätigkeit von Generationen und dauert Jahrzehnte", weiß er. Die Stadt bemüht sich aber schon jetzt, Brachflächen aus der Landwirtschaft zu gewinnen.
Damit auch die Einwohner einen guten Eindruck von "ihrem" Wald erhalten oder ihn mehr als nur bei einem Spaziergang kennenlernen, führt das Amt für Umwelt und Grünflächen eine schrittweise Vorstellung des Kommunalwaldreviers durch. Eingeladen sind interessierte Bürger, Politiker und Naturschützer. Über den ersten Waldbegehungstag informierte Uwe Schleicher vom Umweltamt. Er ist für Sonnabend, 2. Oktober, geplant, Treffpunkt ist 9 Uhr am ehemaligen Stadtgut in Scheubengrobsdorf. Endpunkt ist gegen 12 Uhr die Gärtnerei Heyer in Windischenbernsdorf. Besucht werden die Forstorte Wolfsgraben und Brettschneide.
Der Wald hat eine Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion, will Schleicher deutlich machen. Es gehe aber auch um rechtliche Grundlage nach dem Thüringer Waldgesetz von 1993, und schließlich würden die Fachleute auch gern Kritiken und Ideen aufnehmen. Bei der diesjährigen Exkursion werden das geförderte Wegebauprojekt und das Wanderwegenetz am Beispiel des verbesserten Wanderweges an der Käseschenke vorgestellt. Waldbauliche Maßnahmen sollen ein weiteres Anschauungsobjekt sein. "Wir zeigen, wie wir die monotone gleichaltrige Fichtenkultur durch verschiedenaltrige Mischkultur ersetzen", erläuterte der Abteilungsleiter des Amtes. Als sichtbaren Fortschritt ist eine 2,3 ha großer Miniwald bei Scheubengrobsdorf zu betrachten. Die Schonung ist das Ergebnis einer Erstbepflanzung. Die Demonstration von Flächen, auf denen Großgeräte zum Einsatz gekommen sind und trotzdem schonend behandelt worden sind, bilden den Abschluß.

( NG/hs/ert, 02.10.1999 )

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