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Ein dreifach Hoch auf unsere tollen Ehrenamtlichen

Das Zeichen ist in aller Auge: ein grüner Schriftzug des Namens umrahmt ein großes rotes "V", aus dem eine Flamme schlägt - die Flamme der Solidarität, Markenzeichen eines ostdeutschen, inzwischen aber auch weiter westwärts bekannten Solidarverbandes, der demnächst 65 wird. Er widerstand zäh nach der Wende westlichen Abwicklungsbestrebungen und arbeitet seit 1990 sehr erfolgreich als "e.V." Ganz klar: Die Rede ist von der "Volkssolidarität" (VS).
Die junggebliebene "VS" bringt getreu ihrer bewährten Losung "Miteinander - Füreinander" ein erstaunlich hohes Maß an ehrenamtlichem Engagement hervor. Das wurde jetzt erneut deutlich, als der Landesverband Thüringen zu einer Ehrung der Aktivsten eingeladen hatte. Als Gastgeber wurde nicht zufällig Gera und sein reger Kreisverband auserkoren. Nach Meinung des Landesvorsitzenden Dr. Frank-Michael Pietzsch habe damit die Otto-Dix-Stadt erstmals diese Ehre. Aber da irrt er. Es ist das zweite Mal.
Auf jeden Fall aber wurde die Veranstaltung im Barocksaal des Schreiberschen Hauses durch hohen Besuch geadelt. Keine Geringere als die frischgebackene Landtagspräsidentin Birgit Diezel (vormals Kassenwart des Freistaates) nutzte eilends die Gelegenheit zu einer ersten öffentlichen Präsentation in ihrer neuen Funktion, wobei man ihren Auftritt auch allenfalls mit ihrer Funktion als Landeschefin der Lebenshilfe begründen könnte - quasi Partner - oder auch Konkurrenzorganisation der "VS". Obwohl es um eine landesweite Auszeichnungsveranstaltung ging, wurde von den Landtagsabgeordneten lediglich Margit Jung (Die Linke) gesichtet.
Die Redner des Nachmittags operierten mit unterschiedlichen Zahlen. So ist beim Landesverband von etwa 60.000 und beim Kreisverband Gera von 3.800 Mitgliedern die Rede. Was aber generell zutreffend sein dürfte: Etwa zehn Prozent sind auf diese oder jene Weise ehrenamtlich aktiv und das schon über Jahre hinweg. Der Landesverband hat also allen Grund, alljährlich im Herbst die Besten zu ehren, denn noch immer und immer wieder gilt: "Ehre, wem Ehre gebührt"!
Sie gebührte diesmal 35 verdienstvollen Mitgliedern, wovon zwei den Ehrenpreis erhielten und die weiteren sich die Silberne oder Bronzene Solidaritätsnadel an das Revers heften konnten. Den Anfang aber machte ein Thüringer Ehrenamtszertifikat, das der stellvertretende Landesvorsitzende der "Volkssolidarität" Eberhard Redlich (Wernburg, Saale-Orla-Kreis) aus den Händen von Dr. Volker Düssel entgegennahm. Dr. Düssel ist Vorsitzender der Thüringer Ehrenamtsstiftung. Seine Teilnahme - eine schöne Geste! Die Stiftung weiß offensichtlich das große Maß an Ehrenamtsarbeit der "VS" zu schätzen.
Freude bei den Geraer Gästen im vollbesetzten Saal: Der Kreisverband Gera konnte zweimal Silber, für Gertraud Ranzinger und Christine Thieme, sowie viermal Bronze einheimsen, und zwar für Gisela Knorre, Irmgard Drognitz, Erika Lüdtke und Katrin Kiesel. Ihnen und allen weiteren Geehrten bescheinigte der Landesvorsitzende: Sie machen es täglich wahr, für andere dazusein. Das verdiene Dank und Anerkennung. Der neuen Thüringer Regierungskoalition schrieb er ins Stammbuch: Wir werden darauf achten, dass die Politiker sozial handeln.
Festrednerin Birgit Diezel sang ein Loblied auf das Ehrenamt, wobei sie mehrfach philosophische Betrachtungen einflocht. Eine gerechte, aktive Gesellschaft halte den Solidaritätsgedanken hoch. Es sei ein gutes Zeichen für Zivilcourage und Bürgersinn, wenn sich im Freistaat etwa 600.000 Bürger ehrenamtlich betätigen.
Diezel verwies auf einen Passus im neuen Koalitionsvertrag, der das Ehrenamt würdigt und ihm Unterstützung zusagt. Kritiker verweisen allerdings darauf, dass dies in Thüringen bisher nicht in entsprechende Gesetzesform gegossen worden sei.
Geras Oberbürgermeister Dr. Nobert Vornehm bekundete voller Genugtuung in seinem Grußwort: Wir sind stolz auf unseren VS-Kreisverband, der gemeinsam mit weiteren Wohlfahrtsverbänden einen starken sozialen Faktor verkörpere und das gesellschaftliche Leben der Stadt bereichere, so mit allein elf Kindertagesstätten, sozialen Diensten, vier beliebten Begegungsstätten (z.B. für Senioren) und sogar einen Reiseclub. Etwa 4.600 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter würden dem Solidaritätsgedanken, wie er sich im Namen widerspiegelt, immer wieder Lebenskraft verleihen.

( Harald Baumann, 05.11.2009 )

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