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Eine Vision wird Wirklichkeit

"Wir eröffnen hier nicht einfach eine Bibliothek, sondern ein Projekt, in dem sich verschiedene Visionen treffen", betont Sozialdezernentin Christiane Neudert zur Eröffnung der Langenberger Bibliothek. Zuerst einmal war da der Wunsch, dass es nach der Schließung und der Abgabe der Stadt der Einrichtung irgendwie weitergeht. Daraus entwickelte sich die Vision von Dipl.-Soz. Päd. Matthias Rückert, Leiter der Tagesstätten des Rehabilitations-Zentrums Stadtroda in Debschwitz und Zwötzen, die Bibliothek als freier Träger zu übernehmen und einer der Tagesstättenbesucher - sie ist gelernte Bibliothekarin - hier eine neue (Lebens-)Aufgabe zu geben.
Was sich aus dieser Idee entwickelte, ist enorm: Im Zuge der Erneuerung der Häuser "Zu den Wiesen" erklärte sich die Wohngenossenschaft "Neuer Weg" bereit, die Bibliothek mit unter dieses Dach zu holen. "Die WG überlässt die Räume nicht nur zu sehr guten Bedingungen, sondern war auch für Investitionen bereit", berichtet die Sozialdezernentin. "So mussten bestimmte bauliche Voraussetzungen für die vielen Bücherregale und zusätzliche Fluchtwege geschaffen werden."
In verschiedensten hat Rückert zuverlässige Partner gefunden, nicht zuletzt auch bei der geich nebenan angesiedelten Arbeitsloseninitiative, die den zukünftigen Bibliotheksmitarbeitern helfend zur Seite stehen. Und statt einer sind es nun sechs Tagesstättenbesucher mit psychischen Einschränkungen und Behinderungen, die unmittelbar an der Bibliothek teilhaben und dort arbeitern werden. Doch weitaus mehr haben bei den Vorbereitungen geholfen.
"Für sie ist diese Bibliothek ein Weg, wieder ins normale Leben zu finden und Selbstvertrauen aufzubauen", betont Rückert. Damit sie aber mit dem Bibliothekswesen nicht im Regen stehen gelassen werden, steht ihnen bis Jahresende eine erfahrene Bibliothekarin zur Seite. "Wenn wir die ganze Sache zum Laufen bekommen haben, wollen wir das Angebot der Bibliothek schrittweise erweitern," verrät Rückert. Doch dazu zählt nicht nur die Aufstockung der jetzt schon über 13.000 Medien; auch eine Schülerbetreuung und ein Lesecafé sollen eingerichtet werden und die Bibliothek noch mehr zu einem Treffpunkt machen.

( kk/NG, 23.10.2009 )

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