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Erntefest mit frischem Most, Waffeln und knackigem Obst

Was für ein hochsommerlicher Herbst! Die Meteorologen kommen aus dem Staunen nicht heraus, und mancher hitzegplagte Zeitgenosse sehnt sich nach einen schattigen (Arbeits)plätzchen. Schönes Wetter sollte aber bleiben denn auch der Botanische Garten hat am Sonntag, 19. September, bei seinem diesjährigen Erntefest noch viel vor. Rund 9000 Besucher haben die Grüne Oase in diesem Jahr schon besucht. Und nun gibt es natürlich Hoffnung, dass die nächste magische Zahl überschritten wird. Man kann gespannt sein.
Vorbereitet ist eine Menge von Angeboten, die sich zu den früheren Erntefesten bewährt haben, aber etwas Neues - so Cornelia Meyer vom Naturkundemuseum und Garten-Chefin - kommt immer dazu. Punkt 10 Uhr geht das bunte Treiben los, abwechslungsreich und auch beschaulich, informativ und kurzweilig auf jeden Fall. Der Botanische Garten wäre nicht das, was er sein will, wenn es natürlich nicht um Pflanzen und Ökologie ginge, ganz spielerisch und ohne erhobenen Zeigefinger. Da wäre der Markt der Öko-Bauern mit Naturgemüse, Kräutern und Käse, es gibt die Angebote der Bioläden, Imker bringen frisch geschleuderten Honig mit und schöne Keramik für den Garten kann auch erworben werden.
Das Schöne am Erntefest: Man kann auch selbst etwas machen. Da ist z.B. eine Mostkelterei zu Gast. Die Äpfel werden gewaschen, geschält und gepresst, heraus kommt frischer Most, ohne Konservierungsmittel und Zusätzen. Das dürfte an dem warmen Tag - ihn kann man den Organisatoren nur wünschen, ein Genuss werden. Das Grüne Haus beteiligt sich mit seinem Angebot "Vom Getreide zum Brot". Kinder - und vielleicht auch Erwachsene - können Mehl mahlen, aus denen dann Brötchen gebacken werden. Frisch und knusprig.
Zurück zu den kulinarischen Köstlichkeiten. Wer erinnert sich nicht gern daran, wenn er in Großmutters Vorratsküche selbstgemachte Marmelade kosten dürfte? Vielleicht nicht ganz so bonbonrot, aber geschmeckt hat sie. Speziell zum laufenden Jahr der Senioren wird es deshalb Tips und Tricks zu alten Konservierungsmethoden von Obst und Säften geben. Und natürlich zum Sauerkraut, dass keine industrielle Fertigung zu dem unvergleichlichen Aroma bringt, wie die Eigenherstellung.
Auch wenn das trockene Wetter den Pilzen nicht gerade behagte, vergessen werden sie nicht. Pilzsachverständige haben eine Ausstellung vorbereitet und bestimmen auch gern die mitgebrachten Funde.
Und schließlich wird es ganz wissenschaftlich. Dr. Schuricht vom Deutschen Pomologenverband wird Obstsorten bestimmten. Bringen Sie drei gesunde Äpfel oder Birnen mit - und Sie erfahren, von welcher Sorte sie sind. Die alten Sorten kommen wieder zu Ehren, auch wenn sie nicht in Größe Form die EG-Norm entsprechen, ist ihr Aroma meist nicht zu überbieten.
Musik und Puoppenspiel gibt es auch, 10.30, 14 und 16 Uhr ist ein herbstliches Puppenspiel der Interessengruppe Waldorfpädagogik geplant, 16 Uhr spielt "blue & black". Zwischendurch ist noch genügend Zeit, um sich zu stärken, ein Eis zu naschen oder in der Museumsklause vorbeizuschauen. Einziger Wermutstropfen: 18 Uhr ist schon Schluss!

( NG/hs, 18.09.1999 )

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