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Für frühzeitige berufliche Orientierung

Ein großes Lob sprach Thüringens Kultusminister Bernward Müller dem Bildungs- und Dienstleistungsinstitut Gera GmbH (B.D.I.) während seines Besuches in dieser Einrichtung aus. Sie leiste seit Jahren als Schnittstelle zwischen schulischer und beruflicher Ausbildung eine hervorragende Arbeit und trage dazu bei, dass sich die Zahl der Schüler ohne Abschluss sowie die Abbrecherquote bei Lehrlingen verringert, schätzte er ein. Außerdem biete das B.D.I.. mit seinem breiten Netzwerk umfassende Chancen für eine qualifizierte Ausbildung junger Menschen, die als "Spätzünder" gelten und in der Schule nicht zu Recht kamen.
Während des Arbeitsbesuches, an dem als Überraschungsgast auch Thüringens Finanzministerin Birgit Diezel sowie weitere Leiter von Geraer Bildungseinrichtungen und Partner des B.D.I. teilnahmen, erhielt Bernward Müller von der stellvertretenden Geschäftsführerin Heike Kunz einen Überblick über die Entwicklung des Unternehmens. Der private Bildungsträger wurde 1990 gegründet und führt Kurse und Lehrgänge zur Fort- und Weiterbildung sowie Umschulungen durch. "Unser Name ist Programm", versicherte Heike Kunz. Das großzügig konzipierte Objekt in der Schülerstraße umfasst rund 5.000 Quadratmeter. Ausgebildet wird in 20 Berufen vom Maler bis zum Holzmechaniker, von der Bürokauffrau über Fachinformatiker bis zur Köchin oder der Modenäherin. Kaum bliebe ein Berufswunsch in den praktisch eingerichteten Werkstätten offen. Lehrküche, Lehrrestaurant, kaufmännische Übungsfirma und Internetcafé unterstützen die praxisnahe Ausbildung.
Als Gemeinschaftsprojekt des Geraer Schulamtes, des Thüringer Kultusministeriums und der Agentur für Arbeit führt das B.D.I. seit 1998 mit Geraer Schulen die "Berufliche Orientierung und Erprobung" für Schüler der siebenten bis neunten Klassen durch. Allerdings, so kritisierte Heike Kunz, ständen dafür nur 60 Stunden zur Verfügung. "Diese Zeit reicht bei weitem nicht aus, um den Schülern kontinuierlich einen Einblick in einen Beruf zu verschaffen", ist sie überzeugt. Das bestätigte auch Hans-Jürgen Voit, Schuldirektor der Ostschule, mit der das B.D.I. eine enge Partnerschaft pflegt. Berufsvorbereitung könne nicht früh genug begonnen werden, meinte der Pädagoge. Seine Schüler hätten sich stets gefreut, wenn sie wieder einen Unterrichtstag in dem B.D.I. erleben konnten. Der Kultusminister versprach, sich der Sache anzunehmen.
Auf den wichtigen Aspekt, die Jugendlichen zu motivieren, machte Birgit Diezel aufmerksam. Der Übergang von der schulischen in die berufliche Welt müsse spannend gemacht werden, unterstrich sie. Sie sehe die Arbeit des B.D.I. aus finanzpolitischer, aber auch aus sozialer Sicht. Hier erbringe die Bildungseinrichtung Leistungen, die im Elternhaus vielleicht zu kurz kommen, überlegte sie. Im Anschluss an die Gesprächsrunde erhielten die Minister noch die Gelegenheit, sich Werkstätten und Unterrichtsräume des B.D.I. anzuschauen und sich von der praxisnahen Ausbildung zu überzeugen.

( Helga Schubert, 30.07.2009 )

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